Parken auf dem Dillweg
Feuerwehr kommt jetzt besser durch

Dolberg -

Es war voraussichtlich sein letzter Besuch im Dolberger Ortsausschuss. Zum 30. September geht Heino Hilbert, langjähriger Verkehrssachbearbeiter bei der Stadt Ahlen, in den Ruhestand. Freundlicher Beifall begleitete ihn am Dienstag aus dem Versammlungsraum der Mehrzweckhalle, aber der galt nicht unbedingt den Ausführungen, die Hilbert zuvor gemacht hatte.

Donnerstag, 14.06.2018, 07:00 Uhr

Die gelben Markierungen auf dem Dillweg erfüllen offenkundig ihren Zweck, es wird nicht mehr „kreuz und quer“ geparkt. Foto: Peter Harke

Wieder einmal ging es um die schon oft diskutierte Problematik des ruhenden Verkehrs auf dem Dillweg, konkret im östlichen Teil zwischen Alleestraße und Twieluchtstraße. Auf Drängen der Politik hatte die Stadt Anfang April probeweise gelbe Markierungen auf der Fahrbahn aufgebracht, um zu sehen, ob auf diese Weise ein geordnetes, alternierendes Parken bewirkt werden kann. Ergebnis: Es kann.

„Im Wesentlichen funktioniert die Regelung“, erklärte Heino Hilbert im Ausschuss, die ausgewiesenen Stellflächen seien offensichtlich ausreichend. Mehrfach habe er sich die Situation vor Ort selbst angeschaut, frühmorgens um kurz nach fünf, auf dem Weg zur Arbeit, also zu einem Zeitpunkt, wenn vermutlich die meisten Anwohner noch zu Hause seien. Gleichwohl sehe die Verwaltung die Notwendigkeit der Markierungen „nicht als zwingend gegeben“.

Wenn immer so geparkt würde, bräuchten wir keine Markierung.

Ulf Rosenbaum

Etwas, das sich bewährt hat, wieder rückgängig machen? Dieser Logik konnten die Ausschussmitglieder nicht ganz folgen. Jochen Rabe (CDU) sprach sich klar dagegen aus, die gelben Streifen „einfach wieder wegzuradieren“, wenn sie doch dazu beitrügen, dass Busse und Feuerwehrfahrzeuge besser durchkommen. Ulf Rosenbaum stellte fest: „Wenn immer so geparkt würde, bräuchten wir keine Markierung. Aber was, wenn wir die Markierung wieder entfernen?“ Rosenbaum plädierte dafür, noch einmal die Anwohner zu befragen.

Harald Krämer (SPD) erklärte im Namen der Feuerwehr: „Wir sind damit top zufrieden. Wir hatten jetzt mehrere Einsätze und kommen besser durch als vorher, auch nachts.“ Nach den Sommerferien noch einmal eine Befahrung mit einem Löschfahrzeug vorzunehmen, wie Heino Hilbert vorgeschlagen hatte, wäre demnach überflüssig. „Die Erfahrungswerte liegen ja vor“, meinte auch Heinrich Nigges (CDU).

Ausschussvorsitzender Philipp Gößling will nun bilateral mit der Verwaltung abstimmen, wie möglichst noch vor den Ferien ein abschließendes Meinungsbild hergestellt werden kann. Sonst muss Heino Hilbert im September doch noch mal nach Dolberg kommen.

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