Schaden in fünfstelliger Höhe
Betonplatten stoppen ICE

Ahlen / Heessen -

Rund 150 Insassen eines Inter-City-Express mussten am Silvestertag auf freier Strecke aussteigen. Unbekannte hatten Betonplatten auf die Schienen zwischen Ahlen und Heessen gelegt. Es entstand ein Sachschaden in fünfstelliger Höhe. Verletzt wurde niemand.

Dienstag, 02.01.2018, 11:01 Uhr

Auf der Bahnstrecke zwischen Ahlen und Heessen gab es Silvester einen folgenschweren Vorfall.
Auf der Bahnstrecke zwischen Ahlen und Heessen gab es Silvester einen folgenschweren Vorfall. Foto: Christian Wolff

Wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr bittet die Bundespolizei um Hinweise möglicher Zeugen. Ein Intercity Express ( ICE ) wurde durch Betonplatten auf den Gleisen schwer beschädigt, die Fahrgäste mussten aussteigen. Verletzt wurde niemand.

Wie erst jetzt bekannt wurde, ereignete sich der Vorfall am Vormittag des Silvestertags gegen 9.55 Uhr. Der ICE, der von Berlin-Gesundbrunnen nach Köln-Hauptbahnhof unterwegs war, überfuhr in Höhe des Haltepunktes Hamm-Heessen einen größeren Gegenstand im Gleis.

Der Lokführer erkannte zuvor die Gefahr und leitete sofort eine Schnellbremsung ein, der Zug kam jedoch nicht mehr rechtzeitig zum Stehen, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei. Deren Ermittlungen ergaben, dass bislang unbekannte Täter am besagten DB-Haltepunkt am Ende des Bahnsteiges in Richtung Hamm zwei Betonplatten – offenbar Gehwegplatten – auf einen Schienenkopf gelegt hatten, die der ICE daraufhin überfuhr. Hierdurch wurde der Zug so stark beschädigt, dass er zunächst nicht weiterfahren konnte.

Die etwa 140 Reisenden im ICE mussten diesen verlassen und in einen gegen 11.30 Uhr auf dem Nachbargleis bereitgestellten Ersatzzug umsteigen, womit sie ihre Fahrt fortsetzen konnten. Durch diesen Vorfall blieben die Reisenden unverletzt. Nach notdürftiger Instandsetzung durch Techniker der Deutschen Bahn fuhr der Unfallzug im Anschluss eigenständig und ohne Passagiere zum Instandsetzungswerk nach Berlin.

Nach erster Einschätzung des Fachdienstes der Bahn AG wird die Schadenshöhe am Zug im fünfstelligen Bereich beziffert. Durch die einsatzbedingte Streckensperrung kam es auf der Schnellfahrstrecke Köln-Berlin zu erheblichen Verspätungen im Betriebsablauf.

Die in diesem Fall ermittelnde Bundespolizeiinspektion Münster sucht Zeugen, die sachdienliche Informationen zu den Tätern oder der Tat geben können. Hinweise können unter Telefon 08 00 / 6 88 80 00 (kostenfreie Servicenummer) gegeben werden.

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