„Flower-Power“ zum Jahresauftakt
Von Katerstimmung keine Spur

Ahlen -

Von Katerstimmung war am Neujahrsmorgen in der „Zisterne“ keine Spur. Mit viel „Flower Power“ huldigte die Band „Smoke“ der Hippie- und Beat-Ära

Dienstag, 02.01.2018, 13:01 Uhr

Stilecht: Sänger Axel Ronig mit Gitarrist Josef Steffens und Bassist Wolfgang Brand im Hippie-Outfit (v.l.)
Stilecht: Sänger Axel Ronig mit Gitarrist Josef Steffens und Bassist Wolfgang Brand im Hippie-Outfit (v.l.) Foto: Christian Feischen

Mit frischer „Flower-Power“ ins Neue Jahr: Die zahlreichen Gäste, die am Montagvormittag in die Gaststätte „Zisterne“ am Markt gekommen waren, feierten bei der musikalischen Matinée der Band „Smoke“ zu reichlich Hits aus den 1960er Jahren. Das Ahlener Oldie-Quintett präsentierte Songs aus Zeiten des „Beat Clubs“ von „Santana“, den „Lords“ oder den „ Beatles “.

„Das ist heute der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto ‚Flower Power‘“, kündigte Sänger Axel Ronig an. Schließlich jähre sich der Höhepunkt der Hippie-Bewegung 2018 zum 50. Mal und sogar der Ahlener Karneval erinnere in diesem Jahr an die „Blumenkinder“.

„Rebellion, Aufruhr, Beat und Rock“, das habe 1968 ausgemacht, so Axel Ronig, der in Hippie-Kleidung mit buntem Hemd und Stirnband das Publikum zum Mitsingen animierte. Schon beim melodischen „Death Of A Clown“ herrschte beste Stimmung und einige tanzten zu den Beat-Rhythmen aus der Feder der „Kinks“ mit, obschon das unter den dicht gedrängt stehenden Gästen nur bedingt möglich war.

Gitarrist Peter Feldhaus und Schlagzeuger Hansi Hartings sorgten mit Bassist Wolfgang Brand für die rhythmische Grundlage zu den Evergreens, bei denen Gitarrist Josef Steffens nicht selten wegen seiner gekonnt umgesetzten Soli gesonderten Beifall bekam: „Black Magic Woman“ von „Santana“ zählte zu den mit viel Applaus bedachten Stücken rund um das Jahr 1968.

Mit „Peace“-Banner im Bühnenhintergrund und Songs wie „Ballad Of John And Yoko“ spielten „Smoke“ dabei auf die 68er-Generation an, die eine von bürgerlichen Zwängen befreite Lebensvorstellung propagierte. Vor allem aber sorgten die fünf bestens aufgelegten Musiker – alle Anfang bis Mitte 60 – mit ihren Interpretationen bekannter Oldies über zwei Stunden lang für erfrischende Unterhaltung.

Die Spielfreude von „Smoke“ kam durchweg an, ob beim sehnsüchtigen „Waterloo Sunset“, dem quirligen „Follower Of Fashion“ oder beim rockigen „My Friend Jack“ von „The Smoke“ , jener Gruppe, die bei der Namensfindung der umtriebigen Urgesteine der Ahlener Musikszene Pate gestanden hat.

Von Katerstimmung nach Silvester auch bei „A Hard Day‘s Night“ keine Spur: Die bunte „Flower-Power“-Matinée machte sichtlich gute Laune zum Neujahrsauftakt.

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