Zwei Brandeinsätze und ein falscher Alarm an Neujahr
Feuerwerkskörper auf Abwegen

Ahlen -

Zwei Brandeinsätze bescherte der erste Tag des neuen Jahres der Feuerwehr. Um 0.23 Uhr wurde sie zur Bankenstraße gerufen, wo sich unter dem Dach ein Schwelbrand gebildet hatte. Nach Tagesanbruch brannte eine Gartenlaube an der Bergstraße.

Montag, 01.01.2018, 17:01 Uhr

An der Bankenstraße hatte eine ich der Dachrinne gelandete Rakete den Brand ausgelöst.
Foto: Peter Harke

Das neue Jahr war gerade 23 Minuten alt, da musste die Freiwillige Feuerwehr zum ersten Mal mit ei­nem Großaufgebot ausrücken. Von der Bankenstraße in der Kolonie war ein Dachstuhlbrand gemeldet worden. Beim Eintreffen der Blauröcke stellte sich die Lage aber als nicht ganz so dramatisch dar, entgegen der ersten Annahme befanden sich auch keine Personen mehr im Gebäude. Die Bewohner hätten den Brand zum Glück „noch rechtzeitig“ bemerkt, stellte Brandoberinspektor Michael Witkenkamp fest, der den Einsatz der i nsgesamt 30 Kräfte der Hauptwache und des Löschzuges Süd leitete.

Auf einer Fläche von circa zehn Quadratmetern hatte sich unter den Dachpfannen im Bereich unmittelbar über der Haustür ein Schwelbrand gebildet, ausgelöst augenscheinlich durch eine in der Dachrinne gelandete Feuerwerksrakete. Die Pfannen wurden von der Feuerwehr entfernt, um die darunter liegende Dämmmaterialschicht freizulegen. Das Feuer konnte daraufhin in kurzer Zeit mit einem C-Rohr gelöscht werden. Die Suche nach versteckten Glutnestern mit Hilfe einer Wärmebildkamera verlief negativ, so war der von zahlreichen Schaulustigen verfolgte Einsatz gegen 1.15 Uhr beendet. Verletzt wurde niemand, das Haus ist weiter bewohnbar. Die genaue Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Es war allerhöchste Eisenbahn.

Einsatzleiter Uwe Geismann

Nach Tagesanbruch, um 7.55 Uhr, wurde die Wehr dann zur Bergstraße gerufen. In einem Garten hatte der Anbau eines Gartenhauses Feuer gefangen. Hier war es nach den Worten des Einsatzleiters, Brandoberinspektor Uwe Geismann, „allerhöchste Ei­senbahn“, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Der Brand wurde durch einen Trupp unter schwerem Atemschutz mit einem CAFS-Rohr (Hochdruckschaum) schnell gelöscht. Durch das Feuer wurden laut Polizei ein in der Laube untergestelltes Fahrrad sowie mehrere Mülltonnen beschädigt. Der Sachschaden wird auf 1250 Euro geschätzt. Nach ersten Ermittlungen der Kripo könnten Feuerwerkskörper auch diesen Brand verursacht haben.

Ein weiterer Notruf kam am Neujahrsmorgen um 8.13 Uhr von der Görlitzer Straße. Hier waren Nachbarn durch einen Rauchmelder alarmiert worden. Die Feuerwehr öffnete die Wohnung und stellte fest, dass im Backofen Essen angebrannt war. Die Wohnung wurde gelüftet, mehr gab es für die Einsatzkräfte nicht zu tun.

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