Prozess am Landgericht
Anklage wegen Mordversuchs

Ahlen -

Ein zunächst mysteriöser Verkehrsunfall hat jetzt ein juristisches Nachspiel. Der Verursacher handelte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in Tötungsabsicht.

Sonntag, 31.12.2017, 14:12 Uhr

Am 4. Januar beginnt am Landgericht Münster der Prozess gegen einen 50 Jahre alten Mann aus Hamm.
Am 4. Januar beginnt am Landgericht Münster der Prozess gegen einen 50 Jahre alten Mann aus Hamm. Foto: dpa

Wegen versuchten Mordes wird sich demnächst ein 50 Jahre alter Mann aus Hamm vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Münster verantworten müssen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Juli 2017 in Ahlen versucht zu haben, den Partner seiner ehemaligen Lebensgefährtin heimtückisch zu töten.

Konkret soll der Beschuldigte ein Leihfahrzeug angemietet und den Geschädigten, als dieser vor ihm auf seinem Fahrrad nach links abbiegen wollte, mit erheblicher Beschleunigung angefahren haben. Zuvor soll der Angeklagte den Eindruck vermittelt haben, auf sein Vorfahrtsrecht zu verzichten. Um seine Identität und seine Beteiligung an dem Unfall zu verbergen, soll er sich dann ohne anzuhalten mit erheblicher Geschwindigkeit von der Unfallstelle entfernt haben.

Laut Anklageschrift erlitt der Geschädigte lediglich eine rund sechs Zentimeter lange offene Wunde am rechten Ellbogen. Nach der Einschätzung der Staatsanwaltschaft war die dem Angeklagten vorgeworfene Tat jedoch objektiv dazu geeignet, erhebliche, wenn nicht gar tödliche Verletzungen zu verursachen.

Nach dem Prozessauftakt am 4. Januar sind bisher fünf Fortsetzungstermine anberaumt.

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