Freiwillige Feuerwehr Ahlen
Verbesserungspotenziale nur in Nuancen

Ahlen -

Nach einem dreitägigen Audit hat die Dekra-Zertifizierungsgesellschaft zum wiederholten Male der Ahlener Feuerwehr sehr gute Noten erteilt. Alle drei Jahre werden die Abläufe „auf Herz und Nieren“ geprüft.

Freitag, 29.12.2017, 15:12 Uhr

Beste Noten erhielt die Freiwillige Feuerwehr Ahlen im jüngsten Dekra-Audit. Durchleuchtet worden sind die Abläufe im Rettungsdienst und Teilbereichen der Feuerwehr. Das gute Ergebnis freut Wachleiter Walter Wolf.
Beste Noten erhielt die Freiwillige Feuerwehr Ahlen im jüngsten Dekra-Audit. Durchleuchtet worden sind die Abläufe im Rettungsdienst und Teilbereichen der Feuerwehr. Das gute Ergebnis freut Wachleiter Walter Wolf. Foto: Stadt Ahlen

Wenn die Anzahl der Beschwerden über die Freiwillige Feuerwehr Ahlen kaum messbar ist, dann ist das auch ein Ergebnis der seit Jahren erfolgreichen Qualitätssicherung bei den Blauröcken. Nach einem dreitägigen Audit hat die Dekra-Zertifizierungsgesellschaft jetzt zum wiederholten Male der Ahlener Feuerwehr sehr gute Noten erteilt. Unter die Lupe kamen der Rettungsdienst und die zertifizierten Teilbereiche der Feuerwehr.

Alle drei Jahre werden Prozesse und Abläufe gründlich durchleuchtet, diesmal jedoch nach neuen Kriterien, die bei der Feuerwehr einen erheblichen Vorlauf erfordert hatten.

Wachleiter und Wehrführer Walter Wolf sieht sich durch das Dekra-Ergebnis aufs Neue bestätigt: „Es zeigt wieder einmal, wie qualifiziert und engagiert hier zu Werke gegangen wird.“ Sämtliche Kameradinnen und Kameraden, die das Zeichen der Ahlener Feuerwehr ehrenamtlich oder im Hauptberuf tragen, dürften sich einen Teil des Erfolgs zu Gute schreiben.

Im Bereich der Kundenzufriedenheit seien sowohl in diesem wie im vergangenen Jahr lediglich je zwei Beschwerden zu verzeichnen gewesen. „Gespräche mit den Mitarbeitern über angemessenes Verhalten an der Einsatzstelle und Schulungen hierzu tragen erkennbar Früchte“, erfüllt Wolf das hohe Ansehen „seiner“ Feuerwehr mit einer gesunden Portion Stolz.

Ebenso für das enge Zusammenwirken des Rettungsdienstes mit Arztpraxen und Kliniken fanden die Prüfer lobende Worte. So werden etwa Fortbildungsreihen mit kompetenten Referenten für Notärzte und örtliche Krankenhäuser angeboten. Als vorbildlich seien auch einfache organisatorische Verbesserungen zu würdigen. „In der Vergangenheit an verschiedenen Stellen verstaute Materialien, etwa zur Versorgung von Trauma-Patienten, fassen wir jetzt in einer Tasche zusammen“, erläutert Walter Wolf ein Beispiel. Einfache Maßnahme, großer Effekt: Am Einsatzort seien die Materialien nun noch schneller verfügbar.

Doch nicht nur für das Verhalten und die Umstände an der Einsatzstelle interessierten sich die Zertifizierer. Die IT- und Datensicherheit sei mit einem hohen Standard gewährleistet, Vorgaben der Stadt und des kommunalen Rechenzentrums sorgten für klare Regularien. Verschiedene Rückfallebenen und Kontrollsysteme führen zur risikolosen Arbeit in der Einsatzzentrale.

Die regelmäßige Zertifizierung durch neutrale Dritte bewahrt nach Ansicht von Wachleiter Wolf ihn und seine Kolleginnen und Kollegen vor verhängnisvoller Routine. „Es ist gut, wenn einem von Mal zu Mal die Augen geöffnet werden für Dinge, die nicht optimal laufen.“ Verbesserungspotenziale seien jedoch nur in Nuancen festgestellt worden. So empfiehlt der Auditbericht an der Wache Süd, Wasserkocher und Kaffeemaschinen auf hitzebeständige Unterlagen zu stellen. „Ein Punkt, auf den wir als Profis im vorbeugenden Brandschutz auch selber hätten kommen können“, meint ein leicht verdutzte Feuerwehr-Chef.

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