Zwangsabbruch nach Wohnhausbrand
Ursache kaum festzustellen

Ahlen -

Bis auf einen kläglichen Rest ist nichts geblieben von dem Wohnhaus an der Alten Beckumer Straße, das am ersten Weihnachtstag brannte. Die Kriminalpolizei hat aufgrund des Zerstörungsgrads kaum Aussichten, die Ursache des Feuers zu ermitteln.

Mittwoch, 27.12.2017, 17:12 Uhr

Ein trauriges Bild: Nur ein kleiner Teil des Erdgeschosses blieb stehen. Der Rest des Wohnhauses an der Alten Beckumer Straße, das am Abend des ersten Weihnachtstages in Flammen stand, musste inzwischen abgerissen werden.Bis 2 Uhr morgens blieben Kräfte der Feuerwehr in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag vor Ort.
Ein trauriges Bild: Nur ein kleiner Teil des Erdgeschosses blieb stehen. Der Rest des Wohnhauses an der Alten Beckumer Straße, das am Abend des ersten Weihnachtstages in Flammen stand, musste inzwischen abgerissen werden.Bis 2 Uhr morgens blieben Kräfte der Feuerwehr in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag vor Ort. Foto: Christian Wolff

Es wird sicher lange dauern, bis Bewohner und Nachbarn verdaut haben, was sie am Abend des ersten Weihnachtstages miterleben mussten. Zu sehen, wie ein ganzes Wohnhaus in Flammen steht, und mit ihm viele persönliche Gegenstände, ist nur schwer zu verkraften. Doch erst am Morgen danach, als das Großaufgebot an Einsatzkräften abgerückt und der dichte Rauch verzogen ist, wird das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar.

Spuren verschwunden

Wie konnte es zu dem Brand kommen? „Diese Frage ist nur schwer zu beantworten, da das Haus noch in der Nacht weitgehend abgerissen werden musste“, sagt Polizeisprecher Peter Spahn . Damit seien zwar die unkalkulierbaren Glutnester, die sich in den hölzernen Zwischendecken und im Dachgebälk gebildet hatten, ausgemerzt worden – aber eben auch alle Spuren, die auf den Ausgangspunkt des Feuers hätten hindeuten können.

Ganz genau lässt sich die Brandursache wohl kaum noch ermitteln.

Peter Spahn

„Ganz genau lässt sich die Brandursache wohl kaum noch ermitteln“, meint Spahn. „Anhand der Fotos können wir mit Sicherheit sagen, dass der Brand im Obergeschoss ausgebrochen ist.“ Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung lägen zudem nicht vor. Es liegt zwar in diesen Tagen nahe, zunächst an vergessene Kerzen oder Gestecke zu denken, aber: „Der Weihnachtsbaum war es definitiv nicht“, hält der stellvertretende Wachleiter der Feuerwehr, Wolfram Schneider, im „AZ“-Gespräch fest. „Der Baum stand zu Beginn noch unversehrt im Wohnzimmer.“

Brand an der Alten Beckumer Straße

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  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Feuerwehr Ahlen
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Feuerwehr Ahlen
  • Mit starkem Aufgebot an Einsatzkräften ist die Ahlener Feuerwehr am Montagabend zur Alten Beckumer Straße ausgerückt. Foto: Christian Wolff

Immerhin sei es den Brandbekämpfern gelungen, aus dem anfangs noch unbeschädigten Erdgeschoss viele Gegenstände und Möbel zu retten. „Die Räume haben wir fast komplett leerräumen können, bevor die Firma Naber die kritischen Teile mit einem Greifer einreißen musste“, so Schneider. Einer der Bewohner sei mit einem Rettungswagen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. „Er hatte massiv abgebaut.“

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wurde – wie berichtet – gegen 20 Uhr zur Unterstützung gerufen. Mit Getränken sowie belegten Brötchen und Schnitzeln versorgten sie die Einsatzkräfte, die sich über Stunden auf dem Gelände des Dachdeckerbetriebs aufhielten.

Feuer wurde spät entdeckt

Nach dem Löschen des Feuers rückten die letzten Fahrzeuge gegen 2 Uhr ein. „Gegen 3 Uhr morgens sind wir noch einmal mit einem Fahrzeug zur Brandstelle gefahren, um zu kontrollieren, ob nicht doch noch etwas schwelt“, sagt Wolfram Schneider. „Wir haben aber nichts festgestellt.“ Insgesamt sei der Einsatz pro­blemlos verlaufen, allerdings seien einige Dinge unglücklich zusammengetroffen: „Die Bewohner waren nicht zu Hause, das Gelände liegt im Außenbereich. Hätte das Objekt in der Innenstadt gestanden, wäre das Feuer mit Sicherheit schneller entdeckt worden.“

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