Verzögerungen rund ums KMA Museumsplatz erst im Frühjahr fertig

Ahlen -

Es hätte schneller gehen sollen. Jetzt wird es Frühjahr, ehe der Museumsplatz rund ums Kunstmuseum fertiggestellt ist. Der kann sich aber schon jetzt sehen lassen.

Von Dierk Hartleb
Mit Hochdruck wird weiterhin an der Platzgestaltung am Kunstmuseum gearbeitet, nachdem sich die Arbeiten zunächst durch unvorhergesehene Schwierigkeiten verzögert hatten.
Mit Hochdruck wird weiterhin an der Platzgestaltung am Kunstmuseum gearbeitet, nachdem sich die Arbeiten zunächst durch unvorhergesehene Schwierigkeiten verzögert hatten. Foto: Ulrich Gösmann

„Uns ist die Zeit etwas davongelaufen“, stellt Meinolf Wiesehöfer fest. Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Theodor-F.-Leifeld Stiftung, die das Kunstmuseum trägt, wirbt um Verständnis, dass der ehrgeizige Zeitplan für die Neugestaltung des unmittelbaren Museumsumfeldes nicht eingehalten werden konnte.

Erste Schwierigkeiten traten bei den notwendigen Kanalbaumaßnahmen auf. Auch die schrittweise Fertigstellung der einzelnen Gebäudeteile zwischen 1993 und 1996 erwies sich im Nachhinein als nachteilig, weil es bislang keine einheitliche Installation gab. Die musste erst zusammengeführt werden.

Und dann ließen noch manche Zulieferer den Bauherrn „hängen“, wie der Betonhersteller, der auf Grund der guten Baukonjunktur Lieferschwierigkeiten geltend machte, so dass die anthrazitfarbenen Einfassungselemente erst mit mehrwöchiger Verspätung geliefert werden konnten. „Die Schwierigkeit bestand darin, die Elemente passend in der geschwungenen Form zuzuschneiden“, erklärt Wiesehöfer. Inzwischen stehen die Elemente und sind eine optische wie gestalterische Bereicherung des Platzes.

Blickfang. Und Sitzgelegenheit zugleich. Foto: Ulrich Gösmann

„Der eignet sich hervorragend für Theateraufführungen, Konzerte oder andere kulturelle Veranstaltungen im Rahmen des Sommerprogramms“, schwärmt Museumsdirektor Burkhard Leismann im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch für die Präsentation weiterer Skulpturen biete sich der großzügige Platz geradezu an. Bevor es jedoch so weit ist, wartet auf die Handwerker noch eine Menge Arbeit. Derzeit sind sie damit beschäftigt, die Plattierung im Skulpturengarten zu vervollständigen.

Weitgehend fertiggestellt sind die Parkbuchten, die im hinteren Bereich des Museumsplatzes rechtsseitig angelegt worden sind. Noch auf sich warten lässt das große geschwungene Tor zum Eingang für den Skulpturengarten, dessen Auslieferung sich bis ins neue Jahr verzögert.

So offen ist der neue Museumsplatz. Foto: Ulrich Gösmann

„Wir wollten eigentlich schon im Dezember fertig sein“, stellt Wiesehöfer fest und denkt dabei vor allem an die Anwohner von Rubbers Mühle. Denen habe man während der gesamten Bauzeit seit August einiges zugemutet, weiß der Stiftungsratsvorsitzende. Auch die Arbeiten für die Zuwegung zu Rubberts Mühle werden erst im kommenden Jahr beginnen, so dass die Zufahrt für die Anwohner vorübergehend über den neuen Platz erfolgt.

„Natürlich werden wir die endgültige Fertigstellung offiziell begehen“, kündigt Wiesehöfer an. Und freut sich darauf, dass die Neugestaltung des Umfelds das Museum repräsentativer in Szene setzen wird.

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