Ausschuss für Soziales Angebote wandern in die Quartiere

Ahlen -

Der Sozialausschuss hielt seine jüngste Sitzung in der Familienbildungsstätte ab. Deren Leiter Lars Koenig betonte, dass er und sein Team durch die Dezentralisierung von Angeboten noch mehr Menschen erreichen wollen.

Von Sabine Tegeler
Die Nähkurs-Teilnehmerinnen in der Familienbildungsstätte ließen sich durch den Besuch des Sozialausschusses, rechts Vorsitzende Manuela Esper, nicht stören.
Die Nähkurs-Teilnehmerinnen in der Familienbildungsstätte ließen sich durch den Besuch des Sozialausschusses, rechts Vorsitzende Manuela Esper, nicht stören. Foto: Sabine Tegeler

Kreativraum, Küche mit Bistro, Pekip-Raum und das Vitalum – Lars Koenig , Leiter der Familienbildungsstätte, führte die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Familie, Frauen und Senioren durch die ganze Einrichtung an der Klosterstraße. Und er erklärte souverän und anschaulich, was da so läuft in Sachen Familienbildung. Eine ganze Menge nämlich.

„Wir haben im vergangenen Jahr 616 Veranstaltungen durchgeführt“, stieg Lars Koenig nach der Hausführung in die Zahlen ein. Damit habe man 8823 Erwachsene und 1671 Kinder erreicht. 135 Dozenten erteilten insgesamt über 6500 Unterrichtsstunden.

Ein Großteil davon entfalle auf den Bereich Partnerschaft, Ehe und Familie. Allein fünf Pekip-Kindergruppen gebe es pro Woche. Aber auch Gesundheits- und Präventionsangebote nehmen großen Raum ein.

Die Familienbildungsstätte deckt mit ihren Angeboten Ahlen, Sendenhorst und Drensteinfurt ab. Aber: „80 Prozent der Teilnehmer kommen aus Ahlen“, stellte Lars Koenig fest. Eine Tatsache, die auch einfach dem Standort geschuldet sei. Wobei man mit allen Familienzentren zusammenarbeite, um die Menschen in ihren Wohnorten und Quartieren zu erreichen. Beispielsweise starte das „Milchcafé“ für junge Eltern gerade in diesen Tagen auch in Dolberg in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum St. Lambertus.

Grünen-Vertreter Norbert Ostermann interessierte in diesem Zusammenhang, ob die Familienbildungsstätte denn den Querschnitt der Ahlener Bevölkerung erreiche. Das versuche man, so Lars Koenig, nicht zuletzt durch die Dezentralisierung von Angeboten: „Aber Muslime sind bei uns deutlich unterrepräsentiert.“ Anscheinend habe die fbs trotz aller Bemühungen gewisse Barrieren noch nicht überwinden können. Religiöse Gründe sehe er dafür eigentlich nicht: Das Haus an der Klosterstraße sei neutral gehalten und er und sein Team betonten immer wieder, dass es allen Menschen, egal welcher Herkunft und Religion, offenstehe.

Ursula Woltering, Leiterin des Fachbereich Jugend und Soziales, nutzte die Gelegenheit, Lars Koenig für die Zusammenarbeit auch bei der Präventionskette zu danken. Die Familienbildungsstätte sei ein wichtiges Glied in der Elternbildung.

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