Radweg zwischen Vorhelm und Neubeckum „Problemwall“ ist wieder da

Vorhelm -

Der Radweg in der Bauerschaft Austenfeld zwischen Vorhelm und Neubeckum ist erneut durch einen Wall blockiert. Passanten sind sauer, denn nur ein kleiner Spalt ist noch offen. Der Verursacher der Aufschüttung ist unbekannt.

Von Christian Wolff
Für Radfahrer unzumutbar: Auf dem Radweg zwischen Vorhelm und Neubeckum wurde vor wenigen Tagen erneut ein Erdwall aufgeschüttet. Nur ein kleiner Spalt am linken Rand ist geblieben.
Für Radfahrer unzumutbar: Auf dem Radweg zwischen Vorhelm und Neubeckum wurde vor wenigen Tagen erneut ein Erdwall aufgeschüttet. Nur ein kleiner Spalt am linken Rand ist geblieben. Foto: privat

Im Sommer 2015 war es das große Aufregerthema im Hellbachdorf: Über einem Radweg nach Neubeckum, der entlang eines Feldes führt, wurde ohne vorherige Ankündigung ein Erdwall aufgeschüttet. Nach massiven Protesten, mehreren Fernsehberichten und politischer Einmischung durch den Ortsausschuss Vorhelm wurde das Hindernis wieder entfernt. Doch jetzt – gut zwei Jahre später – ist der Wall plötzlich wieder da.

Über „WhatsApp“ und „Facebook“ werden seit einigen Tagen Fotos von dem „Problemwall“ munter geteilt – und entsprechend erhitzt kommentiert. „Ein Passant, der die Strecke zwischen den Straßen Austenfeld und der Carl-Zeiss-Straße in Neubeckum fast täglich nutzt, hat mich am Dienstag darauf aufmerksam gemacht“, bestätigt der Vorhelmer Ortsausschuss-Vorsitzende Hubertus Beier auf Anfrage unserer Zeitung. Wie schon im Jahr 2015 sei an gleicher Stelle – dieses Mal etwas perfekter – ein Erdwall aufgeschüttet worden. Der Verursacher ist jedoch unbekannt.

Am Wochenende 22. / 23. Juli wurden in unmittelbarer Nähe Gleisbauarbeiten durch die Deutsche Bahn vorgenommen. Dort musste eine neue Wasserleitung verlegt werden, erfuhr die „Ahlener Zeitung“. Womöglich durch den Aushub dieser Maßnahme ist nun erneut jenes ungeliebte Hindernis errichtet worden. Ob die Bahnarbeiter womöglich zu eifrig buddelten oder eine weitere Person dabei aktiv war, ist völlig unklar.

Nach Angaben eines Zeugen, der sich am Montag in unserer Redaktion meldete, muss die Aufschüttung zwischen dem 8. September (nachmittags) und dem 10. September erfolgt sein. Der Wegenutzer erwäge inzwischen eine polizeiliche Anzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr. „Zwar wurde am Rand des Walles ein minimalistischer Spalt gelassen, dieser ist jedoch für Radfahrer eine Zumutung“, schreibt der Betroffene. Die Trasse werde morgens und nachmittags häufig von Fußgängern und Radfahrern genutzt. „Viele nutzen sie als Weg zur Arbeit. Die Passanten können nun zusätzlich Sport betreiben, indem sie den Wall mit ihrem Zweirad erklimmen.“

Derzeit liegt die Angelegenheit erneut auf den Schreibtischen der zuständigen Verwaltungsstellen. Thomas Fromme, Sprecher der Kreisverwaltung, sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass zunächst genau erörtert werden müsse, wie die Besitzverhältnisse sind. Im Zweifel müssten sich Bahn, Öffentlichkeit und Privateigentümer an einen Tisch setzen, um eine dauerhafte Lösung zu finden.

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Ein Passant hat mich darauf aufmerksam gemacht.

Hubertus Beier

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Leserkommentare
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