Förderverein Fördertürme
Blauer Wasserturm ein Sanierungsfall

Ahlen -

„Der Zustand des blauen Wasserturms verschlechtert sich dramatisch“, sagte Christian Tripp, Vorsitzender des Fördervereins Fördertürme bei der Mitgliederversammlung in der Lohnhalle.

Mittwoch, 03.05.2017, 20:05 Uhr

Angegriffen und ein Sanierungsfall, der ins Geld geht: der „Blaue Wasserturm“ an der Guissener Straße.
Angegriffen und ein Sanierungsfall, der ins Geld geht: der „Blaue Wasserturm“ an der Guissener Straße. Foto: Christian Tripp

Das sei das Resultat einer Besteigung im vergangen Jahr. Der Architekt belegte seine Aussage mit Fotos. Die zeigen, wie die Korrosion nicht nur Stahlplatten auseinanderdrückt. „Mittlerweile sind auch tragende Verbindungen angegriffen“,verdeutlichte Tripp auf einigen Bildern.

Doch konnte der Vorstand auch viel Erfreuliches über die Vereinsentwicklung berichten. Von den erfolgreichen Veranstaltungen rund um die Fördertürme , Sommerfest, Advent unterm Förderturm und Musikdabietungen sind etablierte Termine geworden. „So lange die Türme im Licht der Öffentlichkeit stehen, fallen sie nicht der Dunkelheit des Vergessens anheim“, philosophierte Turmführer Werner Danzer über die Stahlriesen. Der zur geführten Besteigung freigegebene Turm wird mit Informationsschildern ausgestattet. Die erklären auch den bergbauunerfahrenen Besteigern, wie es damals hier zuging.

Christian Tripp zeigt‘s: So soll die Beschilderung am Förderturm aussehen.

Christian Tripp zeigt‘s: So soll die Beschilderung am Förderturm aussehen. Foto: Peter Schniederjürgen

Besonders freute sich Christian Tripp über die große Anerkennung der Vereinsarbeit durch den zweiten Platz beim Bürgerpreis „Der Blaue Turm“. Auch konnte Kassierer Martin Weber über eine sehr gute Kassenlage berichten. Doch hatte es einen Wermuttropfen. „Die Kosten, die auf uns zu kommen, wenn die Fördertürme zur Renovierung anstehen, sind mit Bordmitteln nicht zu schaffen“, folgerte Tripp.

Wir werden auf jeden Fall ein Sachverständigengutachten von einem Fachmann für solche Kon­struktionen erstellen lassen.

Christian Tripp

Schon gar nicht die Sanierung des ebenfalls zum Verein gehörenden Wasserturms . „Wir werden auf jeden Fall ein Sachverständigengutachten von einem Fachmann für solche Kon­struktionen erstellen lassen“, kündigte Tripp an. Das sollte eine Handlungs- und Vorgehensweise für eine Sanierung des angerosteten Industriedenkmals enthalten. „Das werden wir finanzieren können. Für die Sanierung müssen jedoch größere Quellen aufgetan werden“, so der Vorsitzende. Er schloss auch eine Nutzung des Turms als Objekt für Sponsoring nicht aus.

Interessante Informationen gab Schriftführer Hermann Huerkamp zur Nutzung des ehemaligen Kokereigeländes zwischen Zeche und Siedlung. „Die Mauer dort wird durch einen ‚grünen Zaun’ ersetzt“, führte er aus. Auch die Hügel auf dem Gelände werden abgeflacht und das ganze Areal mit rund 80 Zentimeter schadstofffreier Erde bedeckt. „Die wilden Wege sollen dabei erhalten bleiben“, versprach der Schriftführer und vermeldete etwa ein Jahr Bauzeit für das Vorhaben der Ruhrkohle.

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