Fahrräder in der Fußgängerzone Erst aufklären – dann neuordnen

Ahlen -

Für die Stadt ist das Thema „Versuch der ganztägigen Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer“ noch nicht gegessen.

Von Dierk Hartleb
Die Luft ist erst einmal raus aus dem Vorhaben, die Fußgängerzone im Sommer für ein halbes Jahr probeweise auch für den Radverkehr zu öffnen.
Die Luft ist erst einmal raus aus dem Vorhaben, die Fußgängerzone im Sommer für ein halbes Jahr probeweise auch für den Radverkehr zu öffnen. Foto: Ulrich Gösmann

Aber zum jetzigen Zeitpunkt würde die äußert emotional geführte Diskussion dem Thema Radverkehr in Ahlen insgesamt schaden. Deshalb, so lässt Stadtbaurat Andreas Mentz mitteilen, werde die Realisierung der Maßnahme zunächst zurückgestellt. Im Übrigen liege für einen Pilotversuch noch keine entsprechende Beschlussfassung durch die Ratsgremien vor.

Gleichwohl ist man im Technischen Rathaus bestrebt, die Planungen für die Umsetzung eines neuen Radverkehrskonzepts voranzutreiben, für das die Stadt im Dezember 2016 der Bewilligungsbescheid in Höhe von 530 000 Euro auf den Schreibtisch flatterte, Absender Bezirksregierung Münster. Auch ohne das zunächst zurückgestellte Pilotprojekt der Öffnung der Fußgängerzone bleibe das Thema einer verbesserten Erreichbarkeit der Einkaufsmeile, die von Radfahrern immer wieder eingefordert werde, auf der Tagesordnung. Dazu seien verschiedene Maßnahmen notwendig.

Die Zuschussgewährung sieht Mentz durch die Verschiebung der probeweisen Öffnung der Fußgängerzone nicht gefährdet, zumal diese Maßnahme bei den Investitionen nur einen minimalen Anteil hat. Die Gesamtkosten der Realisierung des Radverkehrskonzeptes, das die Politik zunehmend zur Kenntnis genommen hat, werden mit 750 000 Euro beziffert, von denen 250 000 auf dieses Jahr und 500 000 Euro auf das kommende Jahr entfallen. Konkret bedeutet das für das geplante Pilotprojekt, dass zweckgebundene Fördermittel auch nicht abgerufen werden.

Die Umsetzung des Radverkehrskonzepts, das auch die Öffnung einer Reihe von Einbahnstraßen im Innenstadtbereich für Fahrräder vorsieht, soll seitens der Stadtplanung von einer umfangreichen Informationskampagne begleitet werden. Dazu gehört auch der Appell an die beteiligten Verkehrsteilnehmer zum rücksichtsvollen Umgang miteinander.

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