Milchpreise beim DMK
Noch deutlich Luft nach oben

Kreis Warendorf -

Das Ackern der Bauern hat sich gelohnt – und das nicht nur beim Einsatz auf dem Feld und im Stall.

Donnerstag, 16.11.2017, 08:11 Uhr

Die Milchpreise sind gestiegen. Die meisten Bauern im Kreis erhalten inzwischen mehr Geld von der Genossenschaftsmolkerei Deutsches Milchkontor. Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hermann-Josef Schulze-Zumloh macht jedoch deutlich, dass dieser Schritt in die richtige Richtung noch nicht reicht.
Die Milchpreise sind gestiegen. Die meisten Bauern im Kreis erhalten inzwischen mehr Geld von der Genossenschaftsmolkerei Deutsches Milchkontor. Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hermann-Josef Schulze-Zumloh macht jedoch deutlich, dass dieser Schritt in die richtige Richtung noch nicht reicht. Foto: dpa

Denn die Milchbauern haben in den vergangenen Jahren auch politisch ordentlich Druck gemacht. Mit Erfolg. Im Moment sind die Milchpreise wieder auskömmlich.

„Wir haben das Ziel erreicht, das wir angestrebt haben“, unterstreicht Hermann-Josef Schulze-Zumloh , Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Warendorf und selbst Milchviehhalter. Gemeint sind damit die besseren Auszahlungspreise, die die in Everswinkel ansässige Molkerei „Deutsches Milchkontor (DMK) zahlt. Immerhin beliefern die meisten Bauern im Kreis diese Molkerei.

Derzeit erhalten die milchliefernden Landwirte vom DMK 39 Cent pro Liter Milch – aufs ganz Jahr gesehen waren es knapp 35 Cent. „Damit liegen wir im Bundesdurchschnitt“, so Schulze-Zumloh. Er macht aber auch deutlich, dass dieser Wert auf lange Sicht nicht reicht. „Das DMK ist die größte genossenschaftliche Molkerei Deutschlands und hat deswegen eine Vorbildfunktion. Wir erwarten, dass die Auszahlungspreise langfristig mindestens im obersten Drittel liegen.“ Die Molkerei Friesland-Campina etwa zahle im Schnitt immer noch zwei bis drei Cent mehr, erläutert Schulze-Zumloh.

Das DMK ist die größte genossenschaftliche Molkerei Deutschlands und hat deswegen eine Vorbildfunktion. Wir erwarten, dass die Auszahlungspreise langfristig mindestens im obersten Drittel liegen.

Hermann-Josef Schulze-Zumloh

Verglichen mit der Lage vor etwa zwei Jahren, als die Milchpreise völlig im Keller waren, habe sich die Situation der Milchbauern natürlich verbessert. „Die Situation ist jetzt auskömmlich. Aber in den vergangenen zwei Jahren haben überdurchschnittlich viele Milchvieh haltende Betriebe im Kreis aufgegeben.“

Inzwischen funktioniere der Markt wieder, der vor allem wegen des Russland-Embargos weggebrochen sei. „Die Krise wurde damals durch eine politische Maßnahme ausgelöst, deswegen war die Politik unserer Auffassung nach auch verpflichtet, zur Lösung des Problems beizutragen.“ Letztlich sei es dann ein ganzes Bündel von Maßnahmen gewesen, die dafür gesorgt hätten, dass Angebot und Nachfrage auf dem Milchmarkt wieder zusammenpassen.

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