Junger Chor
Lob in höchsten Tönen

Westerkappeln -

Der Junge Chor hat kürzlich sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Das Ensemble war Anfang der 1990er Jahre aus der stark dezimierten Jugendkantorei der evangelischen Kirchengemeinde Westerkappeln entstanden.

Mittwoch, 27.12.2017, 15:12 Uhr

In fröhlicher Runde haben die Sängerinnen und Sänger kürzlich das 25-jährige Bestehen des Jungen Chors gefeiert.
In fröhlicher Runde haben die Sängerinnen und Sänger kürzlich das 25-jährige Bestehen des Jungen Chors gefeiert. Foto: privat

Spaß, Lachen und Weinen in Gemeinschaft, das christliche Fundament und nicht zuletzt das Singen – es sind eine Reihe von Gründen, die die aktuell 65 bis 70 Frauen und Männer des Jungen Chors Mittwoch für Mittwoch ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus locken.

Kürzlich haben sie das 25-jährige Bestehen des Ensembles gefeiert, das Anfang der 1990er Jahre aus der stark dezimierten Jugendkantorei der evangelischen Kirchengemeinde Westerkappeln entstand.

Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann erinnert sich noch gut an den Umbruch, der mit einer anderen Ausrichtung und der Umbenennung einherging. „Mit weniger geistlicher Musik und Proben am späteren Abend konnten wir viele neue Mitglieder zwischen Mitte 20 und Ende 30 gewinnen“, stellt er fest. Seitdem mischt der Chor bei vielen musikalischen Ereignissen im Tecklenburger Land mit, Gastspiele mit dem Musical-Oratorium „Bruder Martin“ in Seligenstadt und Aschaffenburg inklusive. Das schweißt ebenso zusammen wie der tragische Unfalltod einer Chorsängerin Mitte September auf dem Weg zum Reformationsfest in Tecklenburg.

Von der Urtruppe aus dem Jahr 1992 sei niemand mehr dabei, weiß Ufermann, aber Martina Bierbaum, Edelgard Steer und Ulla Verleger-Kelle , die kurz nach der Gründung eingestiegen sind, plaudern gerne aus dem Nähkästchen. Ihnen sind nicht nur das christliche Fundament und die „ganz dichte Gemeinschaft“ wichtig, sondern auch die tiefen Freundschaften, die sich aus dem gemeinsamen Hobby entwickelt haben.

„Jeder kann singen“ lautet ihre Devise, und die Chormitglieder sind heilfroh, dass sie im Jungen Chor mitmachen dürfen, ohne vorsingen zu müssen.

Besser werden ist dennoch angesagt, und viele sind überrascht, was sie im Laufe der Jahr(zehnt)e gelernt haben. „Unglaublich was ich an Stimmvolumen bekommen habe“, freut sich Ulla Verleger-Kelle, und auch die anderen loben die intensive Stimmbildung, die Ufermann ihnen ermöglicht.

Auch neue Mitglieder wie Uta Pabst und Hermann Kelle fühlten sich in der Gemeinschaft schnell wohl. Pabst hat sich bewusst für den Jungen Chor entschieden. „Ich habe bei anderen Chören hineingeschnuppert, da war es nett, aber hier war die Aufnahme toll“, erinnert sie sich an ihren Start vor einem Jahr. Hermann Kelle war viele Jahre treuer Zuhörer, wenn der Chor auftrat. Die Teilnahme an einem der jährlichen Gospelworkshops brachte ihn auf den Geschmack. Seit zwei Jahren singt er selber mit.

Ein Riesenkompliment der langjährigen wie der neuen Mitglieder geht an den Chorleiter Martin Ufermann. Sie bewundern, dass er sie als musikalische Laien akzeptiert, den einen oder anderen stimmlichen Ausreißer nicht übel nimmt, vor allem aber, dass er ihnen immer verständlich machen kann, wie er „die gesungene Botschaft“ von ihnen hören möchte.

In höchsten Tönen schwärmt auch Ufermann von seinen Sängern. „Ich weiß keinen anderen Chor, der auf allen musikalischen Terrains unterwegs ist“, erinnert er an gemeinsame Projekte in den Bereichen Klassik, sinfonischem Gospel, Pop-Oratorium und einigen mehr. „Darüber, dass der Chor sich so öffnet, freue ich mich am meisten“, stellt er fest. Und räumt ein wenig leiser ein, dass das vielleicht sein Verdienst sei.

Die aktuellen Mitglieder sind zwischen Anfang 20 und Mitte 70 Jahren alt. Damit ist der Junge Chor nicht mehr ganz so jung, der Name indes bleibt, sei irgendwie alternativlos gewesen, stellen Ufermann und seine Sängerinnen und Sänger schmunzelnd fest. „Es ist halt ein feststehender Begriff, und gemeinsames Singen hält jung“, sind sie sicher.

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