Westerkappelner Rat hält an Veränderungssperre fest
Shisha-Bar ist vom Tisch

Westerkappeln -

Das Thema „Shisha-Bar am Kreuzplatz“ hat sich endgültig erledigt. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend mit großer Mehrheit beschlossen, keine Ausnahme von der für den Ortskern geltenden Veränderungssperre zu erteilen.

Donnerstag, 21.12.2017, 18:12 Uhr

Wasserpfeife darf man im Westerkappelner Ortskern nur in den eigenen vier Wänden rauchen. Der Rat hat den Antrag eines Interessenten, an der Kreuzstraße eine Shisha-Bar zu eröffen, endgültig abgelehnt.
Wasserpfeife darf man im Westerkappelner Ortskern nur in den eigenen vier Wänden rauchen. Der Rat hat den Antrag eines Interessenten, an der Kreuzstraße eine Shisha-Bar zu eröffen, endgültig abgelehnt. Foto: Colourbox

Drei Ratsmitglieder haben sich enthalten. Nur Grit Winkler ( CDU ) sprach sich vehement für die Genehmigung einer Shisha-Bar in den leer stehenden Räumen aus, in der vorher die „formstark“-Lounge ansässig war.

Die Veränderungssperre sei doch erlassen worden, um Vergnügungsstätten, , also Spielhallen, im Ortskern zu verhindern. Eine Shisha-Bar sei aber keine Vergnügungsstätte. Gesundheitliche Bedenken oder die Gefahr, Jugendliche würden mit dem Konsum der Wassrepfeife zum richtigen Rauchen verführt, hält Winkler für vorgeschoben. „Vielleicht ist das die Angst vor etwas, was man nicht kennt.“

Für die Einhaltung des Jugendschutzes und anderer Gesetze sei nicht der Rat, sondern der Betreiber verantwortlich. „Um das zu kontrollieren, gibt es Ämter“, betonte die CDU-Ratsfrau. Die Ablehnung des Antrages bedeute die Hinnahme von weiterem Leerstand.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Jonas, der gegen die Shisha-Bar stimmte, fühlte sich bestätigt, dass sowohl die Veränderungssperre als auch der in Arbeit befindliche Bebauungsplan „Ortskern“ untauglich seien, um das Zentrum zu beleben.

In diesem Zusammenhang hat der Rat bei zwei Gegenstimmen – unter anderem von Grit Winkler – und vier Enthaltungen auch beschlossen, dass die Branchenstruktur in dem Bebauungsplan neben dem Ausschluss von Vergnügungsstätten weiter reglementiert werden soll. Möglicherweise werden dann auch explizit Shisha-Bars verboten.

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