Pfefferspray-Alarm „So etwas habe ich noch nicht erlebt“

Westerkappeln -

Einen Tag, nachdem eine Schülerin im Westerkappelner Schulzentrum Pfefferspray versprüht hat (wir berichteten), ist Realschulleiterin Bettina Weiß um Beruhigung bemüht.

Von Katja Niemeyer
 Im Erdgeschoss des Westerkappelner Schulzentrum hat am Montagmorgen eine Realschülerin Pfefferspray versprüht.
 Im Erdgeschoss des Westerkappelner Schulzentrum hat am Montagmorgen eine Realschülerin Pfefferspray versprüht. Foto: Frank Klausmeyer

Einen Tag, nachdem eine Schülerin im Westerkappelner Schulzentrum Pfefferspray versprüht hat (wir berichteten), ist Realschulleiterin Bettina Weiß um Beruhigung bemüht. Es sei richtig, dass zwölf Gesamtschüler infolge des Reizgases über zum Teil heftige Atembeschwerden geklagt hätten, erklärte Weiß gestern auf Anfrage. Sie hätten die Schule vorzeitig verlassen. Einen Notfalleinsatz, wie in der Öffentlichkeit offenbar kolportiert wurde, habe der Vorfall jedoch nicht nach sich gezogen.

Erstmeldung

Polizeieinsatz:  Pfefferspray-Alarm in der Schule

Die Schulleiterin will die Tat aber auch nicht verharmlosen. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, räumte Weiß ein. Ein Gremium der Schulkonferenz aus Lehrern, Eltern- sowie Schülervertretern werde in Kürze über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen für die Schülerin beraten. Diese reichten von einem schriftlichen Verweis bis zum Ausschluss von der Schule. Wozu das Mädchen, das am Montagmorgen während der Pause das Pfefferspray im Erdgeschoss des Schulgebäudes versprüht hatte, verdonnert wird, konnte die Schulleiterin noch nicht sagen. „Es wird aber wohl auf eine Ordnungsmaßnahme hinauslaufen.“

Wie die Polizei am Montagnachmittag berichtet hatte, wurde das Reizgas während der ersten Pause gegen 9.30 Uhr in einem Flur versprüht. Insgesamt zwölf Schüler hätten anschließend über Atembeschwerden und Übelkeit geklagt. Sie seien deshalb von ihren Eltern abgeholt worden. Die Polizei ermittelt.

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