Kickerturnier Das Runde muss ins Eckige

Westerkappeln -

Beim ersten Westerkappelner Kickerturnier sind am Montagabend unter dem Motto „Kickern für Partizipation“ 18 Teams gegeneinander angetreten, „eine sehr gute Resonanz“, freuten sich Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und Wolfgang Janssen vom Kreisjugendamt Steinfurt.

Von Dietlind Ellerich
Spannende Begegnungen: Bei dem ersten Westerkappelner Kickerturnier trafen zwölf Jugendmannschaften und sechs Politiker-Teams aufeinander.
Spannende Begegnungen: Bei dem ersten Westerkappelner Kickerturnier trafen zwölf Jugendmannschaften und sechs Politiker-Teams aufeinander. Foto: Dietlind Ellerich

Der Geräuschpegel war hoch am Montagabend in der Aula des Schulzentrums. Das lag zum einen daran, dass ständig Mini-Fußbälle gegen Banden knallten, hatte aber auch mit den vielen Menschen zu tun, die sich beim Kickern nichts schenkten, die ihrem Jubel oder ihrer Enttäuschung über gut oder schlecht laufende Partien Ausdruck gaben und darüber munter miteinander ins Gespräch kamen.

18 Teams traten beim ersten Westerkappelner Turnier unter dem Motto „Kickern für Partizipation“ gegeneinander an, „eine sehr gute Resonanz“, freuten sich Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und Wolfgang Janssen vom Kreisjugendamt Steinfurt.

Zwölf Jugendmannschaften und sechs Politiker-Teams mit klangvollen Namen wie „Lockeres Handgelenk“, „Ältestenrat“, „Die Wilden“, „Rote Socken“, „Teestube Velpe“, „FC Gucci“ oder „Jugendfeuerwehr“ schlugen sich wacker an den Kickertischen, wobei die ältere Generation den Jungen neidlos zugestand, dass es diesen deutlich besser gelang, das Runde in das Eckige zu befördern und dabei nicht zu sehr außer Puste zu kommen.

„Jugend gegen Politik“ hieß die Devise des Abends eigentlich, doch ließen es sich beide Seiten nicht nehmen, sich auch spannende Begegnungen untereinander zu liefern. Dem Ziel, Hemmschwellen abzubauen und sich auszutauschen, kam man auch näher, als die jungen Leute gespannt bis amüsiert verfolgten, wie Politiker unterschiedlicher Couleur um Tore und Punkte kämpften, und feststellten, dass auch diejenigen, die über Wohl und Wehe der Gemeinde und damit über die Wünsche und Hoffnungen der jungen Leuten entscheiden, ganz normale Menschen sind, die locker drauf sind und mal verlieren.

„Auch wenn die Jugendlichen uns hier heute nicht direkt erzählen, was sie bewegt, sind sie bei einer weiteren Auflage des Turniers wieder dabei“, hofft CDU-Frau Grit Winkler mit Blick auf die muntere Truppe, die sichtlich und hörbar Spaß an dem gemeinsamen Spiel in der Aula hat.

So wie Nick. Der 20-Jährige findet das Kickerturnier sehr interessant und legt mit seinem Teamkollegen vom „FC Gucci“ am Montag eine starke Leistung hin. Mit Drogen hat er nichts am Hut. Umso schlimmer findet er es, dass es so viele Jugendliche gibt, die Drogen konsumieren. „Die Drogendealer müssen hier weg“, wünscht sich Nick, dass die Politiker dieses Problem anpacken.

Selina hingegen hofft auf Damenumkleiden bei der Feuerwehr. Die 17-Jährige und ihr Mitspieler Gerrit vom Team Jugendfeuerwehr haben deutlich gegen die Mannschaft „Lockeres Handgelenk“ mit Große-Heitmeyer und Winkler gewonnen und viel Spaß mit den Frauen gehabt. Darauf lasse sich aufbauen, sind sich am Ende alle einig und hoffen auf eine Fortsetzung und auf gute Gespräche zwischen Jung und Alt. Für eine jugendgerechte Kommune Westerkappeln.

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