25. Saison des Westerkappelner Kinderkulturprogramms gestartet Auch Freunde streiten mal

Westerkappeln -

Auch Freunde streiten mal. Und wenn das so wie vom Figurentheater Hille Puppille am Mittwoch zum Start der 25. Saison des Westerkappelner Kinderkulturprogramms auf die Bühne gebracht wird, ist das richtig unterhaltsam.

Von Dietlind Ellerich
Hille und Klaus Menning  vom Hille Puppille Figurentheater spielten zum Auftakt der Kinderkultur 2017/2018 das Stück „Freunde“ nach dem Kinderbuch von Helme Heine.
Hille und Klaus Menning  vom Hille Puppille Figurentheater spielten zum Auftakt der Kinderkultur 2017/2018 das Stück „Freunde“ nach dem Kinderbuch von Helme Heine. Foto: Dietlind Ellerich

Wenn Horst Meyer den kleinen braunen Bären hochhält, sind schnell alle mucksmäuschenstill. Das wissen schon die kleinsten Besucher der Westerkappelner Kinderkultur. So auch am Mittwoch zum Start in die Jubiläumsspielzeit. Es ist die 25. Kiku-Saison, die Meyer gemeinsam mit Ellen Kutschwalski auf die Bühne bringt, und obwohl es die Letzte unter ihrer Leitung ist, herrschte in der Aula des Schulzentrums gute Stimmung.

Im Publikum wie bei den Organisatoren, die sich nicht nur freuen, dass der Verein Wespe das Projekt, das ihnen am Herzen liegt, fortführen wird, sondern auch wegen der 500 Euro, die die Kleiderkammer „Bunter Knopf“ dem Team zum Geburtstag geschenkt hat. Damit lasse sich eine Menge machen respektive ein tolles Programm gestalten, meinten Kutschwalski und Meyer.

Zum Auftakt war das Figurentheater Hille Puppille aus Dülmen da. Im Gepäck hatten Hille und Klaus Menning Kulisse, Requisite und ihre Inszenierung eines Kinderbuchklassikers von Helme Heine. In „Freunde“ erleben das Schwein Waldemar, Franz von Hahn und Johnny Mauser auf dem Bauernhof Mullewapp, was Streitereien und Freundschaft miteinander zu tun haben.

Zur Einstimmung auf das Mit- und Gegeneinander des tierischen Trios hatte „Hille Puppille“ die Handlung in einen Rahmen gepackt. Besetzt wird dieser von Frau Weber und Herrn Schmitt, die sich im Waschkeller zwischen Socken und Bettwäsche nichts schenken. Beleidigungen und Ärger sind an der Tagesordnung, zumindest bis ihnen bewusst wird, dass sie beide den dicken Waldemar und seine Freunde aus dem Kinderbuch kennen. Da werden Erinnerungen wach und die kleinen Abenteuer von Schwein, Hahn und Maus in Nullkommanichts auf die Bühne gezaubert.

Erstaunlich wie fix aus schnöden, wenn auch blütenweißen Betttüchern die Figuren entstehen, die wegen ihrer Blässe eine Runde zum Färben in die Waschtrommel müssen. Wie aus dem Bilderbuch sehen die Drei danach aus und sind für jeden Blödsinn zu haben. Ob im Boot auf dem Wasser oder auf dem Fahrrad in vollem Tempo den Berg hinab, einig und guter Dinge sind die Freunde, bis es plötzlich eine Schuldfrage zu klären gibt. Die lautstarke Streiterei darüber geht Johnny Mauser so auf die Nerven, dass er still und leise das Weite sucht, ohne den anderen Bescheid zu sagen.

Schwein und Hahn machen sich richtig Sorgen um ihren Freund. In der Gewissheit, dass dieser längst dem Kater zum Opfer gefallen ist, organisieren sie einen Trauermarsch und einen Gedenkstein und fallen aus allen Wolken, als Johnny plötzlich wieder vor ihnen steht.

Die Wiedersehensfreude ist riesig, und auch die Stimmung zwischen den beiden Streithähnen im Waschkeller ist inzwischen bestens. Wie im Flug sei die Zeit vergangen, bemerken Frau Weber und Herr Schmitt und freuen sich bereits auf den nächsten Waschtag.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5218825?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F