Ehemaliges Hotel „Burggraf“
„Deutlich über 30 Millionen Euro“

Tecklenburg -

Im November ist das ehemalige Hotel „Burggraf“ vom Bauunternehmen MBN gekauft worden. Seit 15 Jahren steht das Haus leer. Jetzt haben sich zwei Projektentwickler dort umgesehen.

Mittwoch, 20.12.2017, 06:12 Uhr

Auch ohne Klinke: Die Tür zum Hotel „Burggraf“ hat sich am Dienstag für die Projektentwickler Dr. Markus Böger und Georg Sprenger sowie Bürgermeister Stefan Streit (von links) öffnen lassen.
Auch ohne Klinke: Die Tür zum Hotel „Burggraf“ hat sich am Dienstag für die Projektentwickler Dr. Markus Böger und Georg Sprenger sowie Bürgermeister Stefan Streit (von links) öffnen lassen. Foto: Michael Baar

Dass der seit rund 15 Jahren leer stehende „Burggraf“ noch so etwas wie Atmosphäre verströmt, scheint undenkbar. Doch Georg Sprenger scheint die Immobilie sehr unvoreingenommen in Augenschein zu nehmen. „Das hat doch was“, zeigt er zur Decke des Zimmertrakts im ersten Stock. Knapp 2,50 Meter wird die über dem Fußboden sein. „So etwas gibt es heute gar nicht mehr“, stellt der Projektentwickler fest.

Gemeinsam mit Dr. Markus Böger , Geschäftsführer der Altpetri GmbH Business Development, lässt er sich von Bürgermeister Stefan Streit und Bernd Pieper, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt in der Stadtverwaltung, durch die Immobilie führen. Das Bauunternehmen MBN aus Georgsmarienhütte hatte das 1964 eröffnete Hotel im November gekauft (wir berichteten).

Der Zuschnitt der Zimmer nötigt den beiden Projektentwicklern Respekt ab. Schiebetüren vor dem Schrank, abgeteilte Nasszelle, Balkon mit Südblick – „heute würde man die Zimmer nicht mehr ganz so groß bauen“. Der Respekt vor den Anfang der 1960er Jahre umgesetzten Ideen ist aus der Stimme von Georg Sprenger herauszuhören.

52 Betten waren es bei der Eröffnung vor 53 Jahren. Für den Neubau sind bis zu 130 Zimmer geplant. Bis das erste bezogen werden kann, wird es noch dauern. Im nächsten Jahr sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Abriss des „Burggraf" geschaffen werden. Im Jahr darauf könnten die Bagger anrollen. „Aber da ist noch Schwankungsbreite drin“, will sich Markus Böger derzeit nicht auf einen Zeitplan festlegen lassen.

Sollte alles glatt laufen, könnten im Jahr 2021 die ersten Hotelgäste im „Burggraf“ einchecken. Die dürfen sich dann wohl auf ein neues Schwimmbad freuen. 20 mal acht Meter soll das neue Becken messen. „Mit Blick in den Wald“, könnte sich Markus Böger eine andere Ausrichtung als beim alten Becken vorstellen. Und auch die Sauna entspricht nicht mehr den heutigen Vorstellungen von Wellness. Das Investitionsvolumen schätzen die beiden Fachleute auf „deutlich über 30 Millionen Euro“.

Dass in den „Burggraf“ wieder Leben einziehen wird, steht für die beiden Projektentwickler außer Frage. Gespräche „mit mehreren potenziellen Betreibern“ würden schon geführt. „Der Standort ist positiv besetzt, sowohl nach subjektiven wie nach objektiven Kriterien“, ist Georg Sprenger überzeugt. Besser hätte das wohl auch der Bürgermeister nicht formulieren können.

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