Erste Absolventen im Lehrgang „Fachwirt Automobiles Kulturgut“
Schritt ins neue Zeitalter

BurgSteinfurt -

Alte Autos sind das neue große Ding, davon ist Rolf Cosse überzeugt. Und hat dafür jede Menge Argumente: „In 20 Jahren wird auf den Straßen nichts mehr so sein wie heute“, ist sich der Präsident der Gesellschaft für Automobile Kultur und Organisator der Racedays sicher.

Freitag, 20.04.2018, 21:04 Uhr

Rolf Cosse und seine Mitstreiter der Gesellschaft für Automobiles Kulturgut wollen bei der Revolution des Straßenverkehrs nicht nur zuschauen, sondern sie aktiv mitgestalten. Foto: bsch

Durch den Ausbau der Elektromobilität und die Digitalisierung des Straßenverkehrs, Stichwort autonomes Fahren, werde sich ein Wandel vollziehen, der mit dem Übergang von Kutschen auf das Automobil vergleichbar ist – nur sehr viel rasanter. Im Zuge dessen würden klassische, benzingetriebene und selbst steuerbare Fahrzeuge einen ganz anderen Stellenwert erhalten – weg vom alltäglichen Fortbewegungsmittel zu einem Kulturgut mit Freizeitwert.

Und darauf müssten sich seiner Überzeugung nach auch die Autohändler und Werkstätten einstellen. Mit dem Schritt ins Zeitalter der Elektromobilität fielen nämlich viele für sie wichtige Einnahmequellen wie Service- und Wartungsarbeiten weg. „Deshalb haben wir Ende vergangenen Jahres das Institut und die Akademie für Automobiles Kulturgut gegründet“, erklärt Cosse. Dort werden Mitarbeiter aus Verkauf und Werkstatt im Lehrgang „Fachwirt Automobiles Kulturgut“ im Umgang mit Old- und Youngtimern geschult. Die Absolventen des ersten Lehrgangs, der von hochkarätigen Fachleuten wie Frank Wrobel vom Kraftfahrtbundesamt begleitet wird, erhalten am heutigen Samstag ihre Zertifikate.

Die Teilnehmer des Lehrgangs kamen aus einem Umkreis von über 100 Kilometern, der sich demnächst noch erweitern dürfte: Nach Gesprächen mit Ministerien und dem ADAC erhält der Lehrgang eine immer größere Rückendeckung, demnächst soll mit dem „Fachgutachter Automobiles Kulturgut“ ein zweiter Fortbildungsgang eingerichtet werden. Mit „Leidenschaft, Wissenschaft, Dienstleistung und Lehre“ will Rolf Cosse das PS-Werk am Ruhenhof zu einem Zentrum für klassische Automobile ausbauen. Und ihnen den Weg vom Fortbewegungsmittel zum Investitions- und Freizeitobjekt ebnen.

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