Resel Kratzke schließt ihren Friseursalon So manche kleine Träne floss

Borghorst -

In der Siedlung an der ehemaligen Ziegelei in Ostendorf gab es nach dem Krieg einen Tante-Emma-Laden, einen Schuster, eine Schreinerei, zwei Kneipen (eine zum Schluss als Bar), eine Heißmangel – und den Friseursalon Froning. Im Lauf der Jahre schlossen alle Betreiber ihre Einrichtungen.

Von Guido Kratzke
Resel Kratzke (l.) und Marita Eissing fällt der Abschied von ihren Kunden schwer.
Resel Kratzke (l.) und Marita Eissing fällt der Abschied von ihren Kunden schwer. Foto: Guido Kratzke

Zuletzt wurde zum Jahresende auch im Friseursalon von Alfred Froning , der 1963 von der Dumter Straße in die Vorortsiedlung umgezogen war, der Schlüssel nach über 50 Jahren aus Altersgründen endgültig umgedreht.

„Irgendwann musste dieser Zeitpunkt ja kommen“, blickte Inhaberin Resel Kratzke dem Schlusspunkt mit gemischten Gefühlen entgegen. Vor fast fünf Jahren hatte sie nach dem Tod ihres Vaters den Damen- und Herrensalon übernommen. Schon damals war bei den Kunden die bange Frage gestellt worden, ob es noch weitergehe. „Wir haben jetzt das Alter erreicht, dass wir guten Gewissens in Rente gehen können.“

Gemeinsam mit ihrer Schwester Marita Eissing hatte sich die Inhaberin bis zuletzt um die Kunden aus der Nachbarschaft, aber auch aus den Bauerschaften und den Nachbarorten gekümmert. Und so manche kleine Träne floss bei der Verabschiedung. „Wir möchten uns bei allen Kunden für die langjährige Treue bedanken“, betonen die Schwestern. Schließlich seien über Generationen hinweg Beziehungen zu ganzen Familien aufgebaut worden. Abschied zu nehme falle dabei sehr schwer. „Was uns bleibt, das sind schöne Erinnerungen an über ein halbes Jahrhundert familiärer Friseurgeschichte an der Hollicher Straße.“

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