Carola Nahnsen dreht für „Zwischen Tüll und Tränen“ Das Glück kommt nach dem Dreh

Borghorst -

Als Carola Nahnsen sich auf die Suche nach ihrem Hochzeitskleid begibt, macht sie das nicht allein. Begleitet wird sie nicht nur von ihren Freundinnen, sondern auch von einem Filmteam der Vox-Produktion „Zwischen Tüll und Tränen“ – und berichtet nicht nur Gutes vom Dreh.

Von Vera Szybalski
Carola Nahnsen dreht für „Zwischen Tüll und Tränen“: Das Glück kommt nach dem Dreh
Auf der Suche: Braut Carola Nahnsen (r.) und „Anabella“-Inhaberin Ana Isabel Cubaixo-Stratmann. Foto: Vera Szybalski

Den Traum vieler Mädchen von einem Prinzessinnenkleid hat Carola Nahnsen nicht. In Richtung Vintage soll es gehen, mit Ärmeln und vielleicht einer Korsage, auf jeden Fall nicht trägerlos – so stellt sich die 35-jährige Borghorsterin ihr Hochzeitskleid vor. Bei der Suche danach lässt sie sich begleiten. Nicht nur von vier Freundinnen, sondern auch von einem Filmteam, das für die Vox-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“ dreht.

Kein Kleid selbst ausgesucht

Zwei Stunden lang folgen die Kameras Nahnsen auf Schritt und Tritt von Brautkleid zu Brautkleid und Schleier zu Schleier. Sechs verschiedene Kleider hat sie an, keines davon sucht sie selbst aus. Das gehört ebenso zum Konzept der Sendung wie die Tatsache, dass kein Kleid anprobiert werden darf, bevor die Kamera läuft. Vom ersten Schritt durch die Tür des Brautmodenladens bis zur Entscheidung für das Kleid der Kleider wird gefilmt – alles soll möglichst authentisch sein.

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Ich habe mir das anders vorgestellt.

Carola Nahnsen

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Die Suche nach dem perfekten Kleid absolviert Nahnsen in kompakten gut 120 Minuten. „Das ging alles wahnsinnig schnell“, blickt die Stylistin mit gemischten Gefühlen auf den Dreh zurück. Vor der Kamera zu stehen, ist für Nahnsen kein Neuland. Für ZDF und RTL hat sie gedreht, Illusionen über die Fernsehwelt macht sich die 35-Jährige keine. Dieser Dreh aber kommt ihr wie eine Fließbandproduktion vor. Es gibt nur eine Kamera, nichts wird doppelt gedreht, lediglich um eine Szene noch aus einer anderen Perspektive zeigen zu können.

Das Gefühl bleibt auf der Strecke

„Ich habe mir das anders vorgestellt“, bekennt Nahnsen. Die Kameras stören sie dabei nicht so sehr, es geht um etwas anderes: „Das ist so ein besonderer Moment. Man sucht ein Kleid aus, das man einmal im Leben an hat. Das sollte man zelebrieren und sich Zeit für sich nehmen.“ Abraten, an der Sendung teilzunehmen, würde sie dennoch keinem: „Das ist schon ein tolles Erlebnis.“ Gemischte Gefühle bleiben. Das Auskosten des Moments bleibt auf der Strecke, das Gefühl fehlt.

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An dem Drei-Mann-starken Filmteam liegt das nicht, auch nicht an Brautmodenladen-Inhaberin Ana Isabel Cubaixo-Stratmann und ihren Mitarbeiterinnen im münsterischen „Anabella“. Letztere geben sich alle Mühe, das perfekte Kleid zu finden. Nahnsens Geschmack kennt Cubaixo-Stratmann. Es scheint Schicksal, dass die Borghorsterin ein Hochzeitskleid aus dem Brautmodenladen in Münsters Bahnhofsviertel trägt. Denn schon bei der – für Nahnsen überraschenden – Verlobung trägt die Stylisten ein Kleid von, na, wem wohl? Richtig, von „Anabella“.

Kein Tüll, keine Tränen, aber das eine Kleid

Dazu wäre es fast gar nicht gekommen, weil sich das „Verlobungskleid“ als äußerst schwierig anzuziehen erweist. Die vielen Knöpfe auf dem Rücken lassen sich alleine nicht schließen, nur durch Zufall kommt Freund Peter Giesen kurz vor der Verlobung auf einem Kreuzfahrtschiff im Beisein von Designer Guido Maria Kretschmer noch mal zu Nahnsen aufs Zimmer und schließt das Kleid. Als die künftige Braut eben jenes Kleid zurückbringen will, erzählt sie Cubaixo-Stratmann von der anstehenden Hochzeit, spricht mit ihr über „Zwischen Tüll und Tränen“ und die Geschichte nimmt ihren Lauf. . .

Kleiderwahl stand schon vor dem Dreh fest

Ein paar Wochen später ist von Tüll nichts zu sehen, von Tränen auch nicht. Vor der Kamera trifft Nahnsen die Entscheidung, welches Kleid sie zur Hochzeit tragen will. Das große Aber: Genau das Kleid, über das sie spricht, wird es definitiv nicht. Schon vor dem Dreh steht fest: Welches Kleid sie wirklich tragen wird, sagt sie nicht vor der Kamera. Denn: Vox kann keinen Termin nennen, wann die Folge ausgestrahlt wird und damit auch nicht garantieren, dass sie nicht vor dem Hochzeitstermin gesendet wird.

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Wir lieben beide das Meer.

Carola Nahnsen

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Der ist für den Juni 2018 anberaumt. Geheiratet wird in Nahnsens Heimat an der Nordseeküste, wo ihre Eltern noch leben. In einer Kirche in Schortens, in der Nahnsen bereits getauft und konfirmiert wurde, findet die Trauung statt, in Dangast wird mit 120 Gästen gefeiert. Nicht nur der familiäre Bezug gab den Ausschlag bei der Wahl des Hochzeitsortes. „Wir lieben beide das Meer“, sagt Nahnsen über sich und ihren Verlobten. Die Organisation steht, was noch fehlt zum Glück: das perfekte Kleid. Ein Designerkleid bei „Anabella“ ist während des Drehs Nahnsens Favorit. Richtig überzeugt ist sie von dem Kleid aber nicht.

Das Glück kommt erst nach dem Dreh. Beim anschließenden Mittagessen mit ihren Freundinnen sitzt Nahnsen – vom Eindruck des bisherigen Tages geprägt – wie ein begossener Pudel. Die Stimmung hebt schließlich ein Brautkleid aus dem Schaufenster, das sie beim Verlassen des Ladens erblickt hat. Ihre Freundinnen überreden die 35-Jährige nach dem Essen noch mal zurück zu „Anabella“ zu gehen, um das Kleid anzuprobieren. Ganz ohne Kameras und Scheinwerferlicht findet Nahnsen so doch noch ihr Hochzeitskleid.

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