Neues Sicherheitskonzept
Stiftskreuz soll 2018 nach Steinfurt zurückkehren

Borghorst -

Zum Jubiläum der Stiftsgründung soll das Stiftskreuz nach Steinfurt zurückkehren. Mit einem neuen Sicherheitskonzept soll der Kirchenschatz der Öffentlichkeit dann weiterhin zugänglich sein.

Donnerstag, 28.12.2017, 17:12 Uhr

Das Stiftskreuz, hier in den Händen von Weihbischof Hegge, soll auf jeden Fall wieder öffentlich sichtbar aufbewahrt werden.
Das Stiftskreuz, hier in den Händen von Weihbischof Hegge, soll auf jeden Fall wieder öffentlich sichtbar aufbewahrt werden. Foto: Axel Roll

Pfarrer Markus Dördelmann ist – wie er betont – „berechtigt“ optimistisch: „2018 wird das Stiftskreuz zurück nach Steinfurt kommen.“ Und es wird wie zuvor öffentlich sichtbar ausgestellt. Allerdings unter anderen Sicherheitsvorgaben. Mit einem einfachen Schlüssel, wie es am 29. Oktober 2013 die Diebe gemacht haben, soll sich der neue Aufbewahrungsort nicht mehr öffnen lassen. . .

„Wir waren in den vergangenen Monaten nicht untätig“, erläutert der Pfarrer von St. Nikomedes. So habe es zahlreiche Gespräche mit dem Bistum, den Versicherungen und Sicherheitsexperten gegeben, um die für Borghorst beste Lösung zu finden.

Stiftskreuz Eigentum der Gemeinde

„Das Sicherheitskonzept steht, es geht mit seinen Standards deutlich über das hinaus, was die Versicherungen fordern“, weiß Dördelmann. Zwei Assekuranzen hätten sich am Ende um einen Vertrag mit der Gemeinde bemüht. Wie genau das Reliquiar künftig präsentiert werden soll, dazu sagt der Pfarrer derzeit noch nichts. „Wir wollen ja keine Anleitung geben, wie es wieder gestohlen werden kann.“

Das Borghorster Stiftskreuz ist wieder da

1/43
  • 170217-01

    Da strahlt der Bischof: Am Freitagmorgen präsentierte Felix Genn das Stiftskreuz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auf einem Tisch mit weißer Tischdecke platzierte Genn das Stiftskreuz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Axel Roll
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Pünktlich um 9.45 Uhr kam Bischof Genn am Freitagmorgen mit dem Stiftskreuz herein.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auf einem Tisch mit weißer Tischdecke platzierte Genn das Stiftskreuz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt und Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt und Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt und Pfarrer Heinrich Wernsmann.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 17. Februar 2017 präsentiert Bischof Felix Genn im Bischofshaus in Münster das Borghorster Stiftskreuz, das gestohlen war und nun wieder aufgetaucht ist. Im Bild mit Generalvikar Norbert Kleyboldt, Pfarrer Heinrich Wernsmann und Anwalt Jürgen Römer.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll
  • Foto: Axel Roll

Für den Kirchenvorstand habe es aber immer festgestanden, dass das wertvolle Kreuz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müsse. „Schließlich ist es nicht nur ein Kunst-, sondern auch ein Anbetungsgegenstand“, so Dördelmann. Die Identität stiftende Kraft des Kirchenschatzes sei nach wie vor sehr groß.

Markus Dördelmann legt Wert auf die Feststellung, dass das Stiftskreuz Eigentum der Gemeinde ist. „Höflich, aber bestimmt“, müsse das nach außen kommuniziert werden.

Mehr zum Thema

Gestohlener Kirchenschatz:    Das Borghorster Stiftskreuz ist wieder da

Im Sinne der Kunst? Weil das Borghorster Stiftskreuz ein Blender ist und optisch bedeutend mehr hermacht als es vom Materialwert bietet, wurde es wohl Opfer des spektakulären Diebstahls.  Ein Kommentar zum Thema

Urteilsverkündung:    Gefängnisstrafe für Stiftskreuz-Diebe

Auf der Jagd nach dem Stiftskreuz:    Festgenommener soll Diebstahl des Kunstschatzes in Auftrag gegeben haben

...

Dass das Reliquiar in 2018 zurück nach Borghorst kommen wird, passt nach Ansicht des Pfarrers wunderbar: „Dann feiern wir schließlich das Jubiläum der Stiftsgründung vor 1050 Jahren.“ In der Abschrift der Gründungsurkunde aus dem 16. Jahrhundert wird das Jahr 968 als Entstehungsjahr des Stifts genannt. Zwar gilt die Urkunde mittlerweile als Fälschung, allerdings müsste die Gründung des Damenstifts tatsächlich in diese Zeit fallen.

Wann das weit über Steinfurt hinaus bekannte Kunstwerk jetzt genau die Heimreise antreten wird? Pfarrer Dördelmann kann es nicht sagen. Es hängt auch entscheidend von den Steinfurtern selbst ab. Der durchsichtige Safe soll nämlich durch Spendengelder finanziert werden. Den offiziellen Aufruf mit genauen Erläuterungen wird Dördelmann in der zweiten Januarhälfte starten.

Stiftskreuz durch Diebstahl bekannter geworden

Für den neuen Aufbewahrungsort sind auch bauliche Veränderungen in St. Nikomedes notwendig. „Allerdings nur sehr geringe“, betont der Pfarrer. Dafür waren auch Absprachen mit den Denkmalschützern notwendig, die allesamt problemlos verlaufen sind. Die denkmalrechtliche Vorabgenehmigung liegt mittlerweile vor.

Der Kirchenvorstand ist sich sicher, dass das Stiftskreuz durch den spektakulären Diebstahl vor über vier Jahren noch sehr viel bekannter geworden ist. Dementsprechend groß werden vermutlich die Besucherströme sein, die in die Borghorster Nikomedeskirche führen werden.

Zeitablauf

► 22. März 2008, Ostern: Das Stiftskreuz wird feierlich von der nicht zugänglichen Stiftskammer in die diebstahlgesicherte Vitrine in der Nikomedes­kirche überführt.

► 29. Oktober 2013: Um die Mittagszeit fahren drei Diebe vor, hebeln den Glastresor auf und stehlen das wertvolle Reliquiar. Sie flüchten in einem Mercedes mit Bremer Kennzeichen.

► 19. November 2013: Die Polizei hat die Namen der Verdächtigen ermittelt. Zuvor hatte das Bistum eine Belohnung von 50 000 Euro ausgesetzt, die Festnahme lässt aber noch über ein Jahr auf sich warten.

► 8. Juli 2015: Der Prozess gegen die drei Hauptverdächtigen wird vor dem münsterischen Landgericht eröffnet. Mitte Oktober das Urteil: Die drei Männer werden zu viereinhalb und fünf Jahren Haft verurteilt.

 ► 21. September 2016: Die Polizei nimmt in Bremen den mutmaßlichen Auftraggeber für den Stiftskreuzdiebstahl fest.

► 14. Februar 2017: Nach über einem Jahr Verhandlungen ist das Kreuz wieder da.

...
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5385887?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Einbrecher fesseln und erpressen Frau
Im Schlafzimmer: Einbrecher fesseln und erpressen Frau
Nachrichten-Ticker