Beate und Dieter Kater betreiben Café am Kirchplatz
Neues Kapitel der Museumsgeschichte

Steinfurt -

Die Gastronomiegeschichte des Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museums am Borghorster Kirchplatz ist nicht gerade eine erfolgreiche: Bislang blieben die Pächter immer wieder nur kurz, einer musste gar mit einer Räumungsklage des Feldes verwiesen werden. Und oft fand sich erst gar kein Betreiber für den Gastronomiebereich. Zuletzt betrieb Luigi Seljami das Restaurant neben seinem „Cellini“, hörte aber im November auf.

Mittwoch, 27.12.2017, 15:12 Uhr

Dieter Kater testet schon mal die neue Kaffeemaschine im Katercafé.
Dieter Kater testet schon mal die neue Kaffeemaschine im Katercafé. Foto: Vera Szybalski

Im Januar soll es einen neuen Start in dem Bereich des Hauses geben, der eigentlich als wichtigste Einnahmequelle des Museums gedacht war: Beate und Dieter Kater , die Inhaber der gleichnamigen Kaffeerösterei, eröffnen dort am 3. Januar ein Café. Und wollen möglichst ein erfolgreicheres Kapitel in der Geschichte schreiben.

„Wir haben immer schon Kontakt zum Heinrich-Neuy-Museum gehabt“, erzählt Beate Kater. Vor einiger Zeit habe Hedwig Seegers, die das Museum, das den Namen ihres Vaters trägt, leitet, gefragt, ob das Ehepaar Kater nicht Interesse an einer Bewirtschaftung hätte.

Hatte es. Vielleicht auch deshalb, weil die Kinder zu den ersten Jahrgängen gehörten, die die damals frisch eröffnete Heinrich-Neuy-Schule in Borghorst besuchten. Oder weil Zuhause Druckgrafiken des Bauhaus-Künstlers die Wände zieren.

Jedenfalls war die positive Entscheidung schnell getroffen, derzeit stecken Beate und Dieter Kater mitten in den Vorbereitungen auf die Eröffnung.

Der Schwerpunkt des Cafés soll – wie bei eingefleischten Kaffeeexperten nicht anders zu erwarten – auf verschiedene Kaffeesorten liegen, die natürlich zum größten Teil aus der eigenen Rösterei stammen. Kuchen wird es auch geben, der kommt aus der Camphill-Bäckerei: „Die machen Sachen, die qualitativ super sind“, weiß Beate Kater aus langjähriger Zusammenarbeit mit den Werkstätten für behinderte Menschen.

Eine feste Servicekraft für das Café, das zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden kann, wird gerade eingearbeitet – ein Springer wird noch gesucht. Und dann beginnt für die Katers im Januar eine spannende Zeit, in der sie das Museum von einer ganz anderen Seite erleben werden. „Wir wissen ja auch noch nicht, was da auf uns zukommt.“

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5383217?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Tag 4: Lieber zu viel als zu wenig
Shopping Queen in Münster: Tag 4: Lieber zu viel als zu wenig
Nachrichten-Ticker