Gesamtschule baut ein Musterhaus „Oha, wir haben ja gewonnen!“

Saerbeck -

Das weiß nicht nur der Günther Jauch: Gewinnen macht Freude und ein bisschen stolz. Das ging den MINT-Schülern der Gesamtschule auch nicht anders, als sie den Brief der Lengericher Adelheid-Windmöller-Stiftung bekamen und mit ihm den erstmals ausgelobten Preis für ihr Projekt. Und, ja: 2500 Euro.

Von Hans Lüttmann
Gesamtschullehrerin Christa Werning hat sich mit ihren Schülern über den Preis gefreut. Aber er erst nach und nach ging ihr auf, dass das Preisgeld von 2500 Euro bei Weitem nicht ausreicht, um das Projekt auch umzusetzen und das Musterhaus zu bauen.
Gesamtschullehrerin Christa Werning hat sich mit ihren Schülern über den Preis gefreut. Aber er erst nach und nach ging ihr auf, dass das Preisgeld von 2500 Euro bei Weitem nicht ausreicht, um das Projekt auch umzusetzen und das Musterhaus zu bauen. Foto: Hans Lüttmann

„Von dem Wettbewerb haben wir erst recht spät erfahren“, sagt Christa Werning , Lehrerin an der Gesamtschule und im Außerschulischen Lernstandort, „und hatten gerade mal eine Woche Zeit, eine Idee zu entwickeln.“ Die war dann schnell gefunden: ein Musterhaus zur Veranschaulichung regenerativer Ideen“.

Nachdem sie die rechtzeitig eingereicht hatten, blieb nun genügend Zeit, das Projekt auszuarbeiten. In dem Haus solle gezeigt werden, wie Energiesparen geht, sagt Christa Werning, außerdem verschiedene Dämmstoffe, und schließlich sollen noch Möglichkeiten zum Experimentieren geschaffen werden.

Dann also haben sie das Geld gewonnen, und so langsam dämmerte Schülern und Lehrern, dass die Wettbewerbsbedingungen ausdrücklich vorschreiben, das Projekt innerhalb eines Jahres umzusetzen.

„Oha!“, so oder ähnlich hörte Christa Werning es beim Holzhausbauer Brüggemann in Neuenkirchen, „da hätten Sie mal besser 25 000 Euro mitgebracht!“ Auch an eine Baugenehmigung hatte bis dahin noch niemand gedacht, und dass das Haus nicht wie geplant an der Schule gebaut werden kann, weil die selber anbauen muss.

Da half die Gemeinde aus, fand einen Platz direkt hinter dem Außerschulischen Lernstandort, den Wolters kostenlos planierte – nur einer von vielen Sachleistungen Saerbecker Firmen, die Christa Werning persönlich abgeklappert und um Hilfe gefragt hatte. Und die sagten nicht nein: Stegemann baut das Dach, schulte Fenster und Türen, Willebrandt verlegt die Stromkabel, Hinnemann die Fassade, Bauhof und Bettmann gießen den Beton – und nächste Woche soll es schon losgehen, damit das Haus Ende Oktober steht.

Die Schule will die Arbeiten dokumentieren, den Schülern je nach Baufortschritt praktisches Handwerk vor Augen führen und schließlich, auch das verlangen die Wettbewerbsstatuten, den Verwendungsnachweis nach Lengerich schicken, aus dem die Preisstifter ersehen können, dass das Projekt in der vorgegebenen Zeit umgesetzt worden ist.

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