Frauen der Nachbarschaft „Hofsoat“
„Noch so’n feiner Orden“

Ochtrup -

Seit mehr als 30 Jahren treffen sich die Frauen der Nachbarschaft „Hofsoat“ an Weiberfastnacht privat zum Kaffeetrinken und Fröhlichsein. Anfangs sind sie abends noch „nach Ochtrup in die Stadt“ gefahren.

Freitag, 09.02.2018, 10:02 Uhr

Gut drauf sind die sieben Damen, die im Wohnzimmer feiern.
Gut drauf sind die sieben Damen, die im Wohnzimmer feiern. Foto: Irmgard Tappe

Sie alle haben gute Laune mitgebracht. Und Resi Hüsken zieht sogar noch sieben Karnevalsorden aus der Tasche. Sind ja auch sieben Frauen, die an diesem Weiberfastnachtsnachmittag bei Erna Lünnemann eintreffen. „Noch so’n feiner Orden“, staunen die Damen. „So etwas haben wir in all den Jahren ja noch nie bekommen.“

Seit mehr als 30 Jahren treffen sich die Frauen der Nachbarschaft „Hofsoat“ an Weiberfastnacht privat zum Kaffeetrinken und Fröhlichsein. „Anfangs waren wir zwölf Leute aus zwei Generationen. Da waren unsere ‚Omas‘ noch dabei“, erinnern sie sich an die 1980er-Jahre. „Und wir jungen Frauen haben uns damals sogar komplett verkleidet“, erzählen die Damen, die inzwischen selbst das reife Alter erreicht haben. Die beiden Ältesten dieser lustigen Runde sind 85 Jahre alt, die Jüngste 66.

Während Gastgeberin Erna Lünnemann ein Likörchen zur Einstimmung einschenkt, erzählen die Frauen von ihrer Fastnachtstradition. Das private Kaffeetrinken am Nachmittag gehörte von Anfang an dazu. „Das machen wir im Wechsel. Jedes Jahr treffen wir uns bei einer anderen Nachbarin“, sagt Annegret Hundehege. Die Frauen berichten, dass sie in den ersten Jahren manchmal abends „noch nach Ochtrup in die Stadt“ gefahren sind.

„Einmal waren wir sogar im Forum. Das war diese Diskothek in Ochtrup. Aber da fühlten wir uns doch ziemlich fehl am Platze. Wir sind dann weiter zu Elfering gezogen. Das passte besser zu uns“, erinnern sie sich lachend. Die „Omas“ hätten diese närrischen Streifzüge natürlich nicht mitgemacht. „Aber bei uns waren das auch die Ausnahmen“, betonen die Frauen.

Gemütlich beisammen sitzen, sich Kaffee, Kuchen und Knabbereien schmecken lassen, zwischendurch auch mal mit einem Likörchen anstoßen und munter plaudern – „man hat sich ja immer so viel zu erzählen“ – das ist es, was diese Truppe an ihrer Wohnzimmer-Weiberfastnacht schätzt. „Das ist eine unglaublich liebenswürdige Gemeinschaft in dieser Gegend. So etwas habe ich bisher noch nie erlebt“, bemerkt eine der Frauen. Sie wohnt erst seit einigen Jahren in der Nachbarschaft. Und natürlich gehört sie seitdem dazu, wenn die Hofsoater Frauen sich an Weiberfastnacht treffen.

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