Theorie und Praxis vereint
Manuel Große-Drenkpohl kombinierte seine Ausbildung mit einem Studium

Ochtrup -

Die Theorie allein bereite Manuel Große-Drenkpohl während seines ersten Studiums wenig Freude. Was viel besser zu ihm passte: eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann kombiniert mit einem Dualen Studium. Die Ausbildung hat er bereis abgeschlossen, mit dem Studium will er 2019 fertig sein.

Freitag, 29.12.2017, 06:12 Uhr

Ein ausgezeichneter Auszubildender war im wahrsten Sinne des Wortes Manuel Große-Drenkpohl, der als Großhandelskaufmann bei Getränke Kock arbeitet und zur Zeit noch studiert, um den Bachelor als Betriebswirt zu erreichen.
Ein ausgezeichneter Auszubildender war im wahrsten Sinne des Wortes Manuel Große-Drenkpohl, der als Großhandelskaufmann bei Getränke Kock arbeitet und zur Zeit noch studiert, um den Bachelor als Betriebswirt zu erreichen. Foto: Erhard Kurlemann

Ob Manuel Große-Drenkpohl ein guter Lehrer geworden wäre? Deutsch und Sachkunde in der Grundschule wollte er mal unterrichten. Nach drei Semestern an der Universität in Osnabrück hat der Ochtruper dieses Studium aufgegeben. „Zu viel Theorie – das war nichts für mich“, sagt er rückblickend.

Inzwischen hat er ein duales Studium aufgenommen. In Trägerschaft der Fachhochschule studiert Manuel Große-Drenkpohl jeweils freitags und samstags in Münster. Montags bis donnerstags arbeitet er als Großhandelskaufmann beim Unternehmen Getränke Kock an der Schützenstraße. Er ist der erste, der dort ein Duales Studium absolviert.

„Wir sind der Anregung von Manuel gerne gefolgt“, erzählt Christel Kock . „Das ist eine klassische Verbindung von Theorie und beruflicher Praxis, die die jungen Leute dort innerhalb kurzer Zeit erleben.“ Natürlich koste es das Unternehmen einiges. „Aber es ist eine Investition in gute Mitarbeiter und in die Zukunft des Unternehmens gleichermaßen“, betont Christel Kock.

Kurz nach seinem Abitur 2011 und während des Studiums in Osnabrück hat Manuel Große-Drenkpohl bei Getränke Kock gejobbt. „Draußen an der Front“, wie er heute sagt. Arbeiten im Lager, ausliefern – „eben alles, was so anfiel.“

Als sich für ihn die Entscheidung abzeichnete, dass das Lehrersein nicht sein wirklicher Berufswunsch war, habe er fast parallel das Gespräch mit Firmenchef Bernd Kock gesucht. „Ich wollte was Kaufmännisches machen“.

Er bekam eine Lehrstelle aus Groß- und Außenhandelskaufmann. „So ganz doof muss ich mich als Aushilfe wohl nicht angestellt haben.“ Als dann zudem noch seine Anregung, die Ausbildung mit einem Dualen Studium verbinden zu wollen, positiv aufgenommen wurde, war alles klar.

Fortan besuchte Große-Drenkpohl jeweils montags die Berufsschule in Münster, freitags und samstags war Studium angesagt. Die Berufsschule gehört seit Februar der Vergangenheit an. Als einer der besten Auszubildenden des Kreises wurde er auf der Besten-Ehrung noch besonders ausgezeichnet. „Das ehrt auch uns als Ausbildungsbetrieb“, freut sich Christel Kock mit und für den jungen Mann. Aus seiner Sicht betont Manuel Große-Drenkpohl, dass es ihm gut gelungen sei, „seine Lernerfahrungen aus dem Studium umzusetzen.“

Das Duale Studium endet voraussichtlich im Januar 2019. Aktuell hat Manuel Große-Drenkpohl mit den Vorbereitungen für die anstehende Bachelor-Arbeit begonnen. „Auswahl der Dozenten und Abgrenzung des Themas“, nennt er einige Aspekte. Die Anmeldung muss bis Mai erfolgen. Die Monate Juni und Juli sind für das Schreiben vorgesehen. „Da ist bei uns Hochbetrieb“, weiß er schon heute, dass während dieser Zeit seine Hobbys noch mehr zurückstehen müssen. Sind alle Prüfungen erfolgreich abgeschlossen, erhält der Ochtruper den Titel „Betriebswirt für Groß- und Außenhandel“

Das Duale Studium sei eine gute Entscheidung gewesen. „Es ist insgesamt sehr zeitintensiv, aber schon machbar.“ Er gehört mit seinen 26 Jahren zu den „alten Hasen“ unter den Kommilitonen, von denen viele ihr Studium direkt nach dem Abitur aufgenommen hätten. Zudem komme ihm sehr zugute, dass Getränke Kock mit seinen gut 30 Mitarbeitern vergleichsweise klein sei. „Ich habe einen eigenen Gestaltungsspielraum. So kann ich alle Facetten in einem Unternehmen erleben.“

Seinen Beruf und den Arbeitsalltag beschreibt er als „sehr abwechslungsreich“. Er habe keinen „reinen Bürojob“ wie viele seiner Mitstudenten festgestellt hätten.

Neben dem Einkauf und Vertrieb von Produkten gehe es um die Planung von Veranstaltungen wie Schützenfesten und deren Betreuung sowie die dafür notwendige Logistik im Vorfeld. Weitere Stichworte aus seinem Beruf: Kundenbetreuung, Kalkulation, Distribution von Waren. „Und weil es ein kleines Unternehmen ist, gibt es auch Einblicke in das Personalwesen und die Buchhaltung.“

Darin liege ein weiterer Vorteil. „Die Unterstützung für das Studium ist einfach top.“ Gerade in Zeiten von Klausuren oder anderer wichtiger Phasen im Studium könne er unproblematisch mal einen Tag frei nehmen. Die Kollegen hätten ihm gesagt, er sei ja noch lange da. Da käme es auf diesen Tag auch nicht an. Manuel Große-Drenkpohl nickt dazu: „Das stimmt, Ich würde gerne bei Kock bleiben.“

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