Ortsmitte vom Verkehr entlasten
6000 Fahrzeuge täglich als Maximum

Nordwalde -

Wie entwickelt sich die Neugestaltung des Nordwalder Ortskerns? Der SPD-Ortsverein griff diese Frage bei seiner Mitgliederversammlung am Montagabend unter Leitung seiner Vorsitzenden Annette Bösert auf.

Donnerstag, 08.02.2018, 08:02 Uhr

Bei der SPD-Mitgliederversammlung war man sich einig, dass durch den Bau der Umgehungsstraße das Verkehrsaufkommen in der Ortsmitte auf maximal 6000 Fahrzeuge täglich beschränkt werden muss.
Bei der SPD-Mitgliederversammlung war man sich einig, dass durch den Bau der Umgehungsstraße das Verkehrsaufkommen in der Ortsmitte auf maximal 6000 Fahrzeuge täglich beschränkt werden muss. Foto: Rainer Nix

Die Diskussion um die Frage, wie sich das Verkehrsaufkommen der Innenstadt reduzieren ließe, ist kein Geheimnis. Sie wird bereits seit längerer Zeit geführt. Ein SPD-Antrag, die Bahnhofstraße für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen zu sperren, wurde bereits abgeschmettert.

Nach wie vor treten die Sozialdemokraten für die Verkehrsberuhigung dieses Bereiches ein. Auch mit der Beruhigung des Teilstückes zwischen Amtmann-Daniel-Straße und Altenberger Straße könnte bereits ein positiver Effekt erzielt werden.

„Lasst uns jetzt abwarten“, sagt der Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rhein und zielt damit auf ein Gutachten, das Klarheit über den Stellenwert der Straße für den Verkehrsfluss bringen soll. Mit dem Ergebnis sei jedoch erst im Herbst zu rechnen. Kritisiert wird, dass Prüfdetails besagten Gutachtens bislang nicht bekannt gemacht wurden.

„Mitte der 90er Jahre ging aus einem Ratsbeschluss hervor, dass der Ortskern nach dem Bau der Umgehungsstraße verkehrsberuhigt gestaltet werde“, berichtet Rhein und wertet das als Versprechen. Eine Verkehrszählung habe es gegeben. Seit Freigabe der Umgehungsstraße sei die Anzahl der sich täglich durch den Ortskern bewegenden Fahrzeuge von rund 13 000 auf 8000 bis 9000 geschrumpft.

Das Ziel, so die SPD , liege allerdings bei 5000 bis maximal 6000. Das sei noch lange nicht erreicht. Außerdem werde die Umgehungsstraße auf vielen Navigationssystemen noch immer nicht angezeigt.

Will die Gemeinde eventuell darauf hinaus, dass sich der Verkehr ohne entsprechende Maßnahmen von selbst auf das gewünschte Maß zurück entwickelt? Der gegenwärtige Stand der Dinge gibt offensichtlich Anlass zu Spekulationen.

Der Ortsverein der Sozialdemokraten will seine Öffentlichkeitsarbeit optimieren. „Wir wollen nicht nur informieren, sondern in einen Dialog mit der Bevölkerung treten“, so die Vorsitzende.

Auch die „große Politik“ war Thema. Da das Verhandlungsergebnis über die Groko“ unmittelbar erwartet werde, wurde darüber nicht weiter diskutiert.

Eine ganz klare Position gibt es zum Thema „befristete Arbeitsverträge“. Damit insbesondere junge Menschen mehr Planungssicherheit bekämen, müsse „die Anzahl befristeter Stellen ganz stark reglementiert werden, waren sich alle einig.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5491595?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Kanzlerin beruft Karliczek und Spahn
Zwei Minister aus dem Münsterland: Kanzlerin beruft Karliczek und Spahn
Nachrichten-Ticker