Veränderungen bei der Jugendbildungsstätte (Jubi)
Neustart geplant

Nordwalde -

Neuer Leiter, neues Profil, neue Satzung und umgebaut wird auch noch. Der Jugendbildungsstätte (Jubi) Nordwalde stehen große Veränderungen ins Haus. Damit soll die Einrichtung fit für die Zukunft gemacht werden.

Donnerstag, 01.02.2018, 18:02 Uhr

Die Jugendbildungsstätte Nordwalde soll sich verändern. Nicht nur baulich wird sich etwas tun, auch inhaltlich. Auch ein neuer Leiter wird gesucht. Superintendent Joachim Anicker (kl. Bild) ist zuversichtlich, dass die nötigen Veränderungen durchgeführt werden und die Jubi mit derzeit 120 Betten so in eine Zukunft geführt werden kann.
Die Jugendbildungsstätte Nordwalde soll sich verändern. Nicht nur baulich wird sich etwas tun, auch inhaltlich. Auch ein neuer Leiter wird gesucht. Superintendent Joachim Anicker (kl. Bild) ist zuversichtlich, dass die nötigen Veränderungen durchgeführt werden und die Jubi mit derzeit 120 Betten so in eine Zukunft geführt werden kann. Foto: Martin Ellerich/Kirchenkreis

Die Jubi steht auf dem Prüfstand. Der Unruhezustand wurde bei der Jugendbildungsstätte Nordwalde in den vergangenen Jahren fast zum Dauerzustand. Um die Einrichtung für die Zukunft aufzustellen, wird nun gleich an mehreren Stellschrauben gedreht. Die Suche nach einer neuen Leitung läuft, geplant sind außerdem eine inhaltliche Profilschärfung, eine Satzungsänderung, um ein Aufsichtsgremium zu schaffen, ein neues Personalkonzept und ein Sanierungsplan für das Gebäude.

„Die Jubi soll sich als Wirtschaftsbetrieb selbst tragen“, gibt Joachim Anicker eine klare Vorgabe aus. Was Geld kosten dürfe, sei die Bildungsarbeit. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken und Vorsitzende des Jubi-Trägervereins Evangelische Jugendpflege freut sich, dass die Kreissynode für das Sanierungskonzept finanzielle Unterstützung beschlossen hat: „Das ist ein guter Schub nach vorne.“

Die Jugendbildungsstätte stand zuletzt auch aufgrund rückläufiger Kirchensteuereinnahmen in der Diskussion. Mit einer kostendeckenden Bewirtschaftung soll nun eine größtmögliche Unabhängigkeit von Kirchensteuermitteln erreicht werden. Das wird auch Aufgabe des neuen Leiters sein.

Nach dem Abschied von Bernd Hillebrand als Leiter der Jugendbildungsstätte, wurde mit Pfarrer Thomas Ring eine Übergangslösung gefunden. Der Vorstand des Trägervereins hat den Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Billerbeck als nebenamtlichen Leiter berufen. Eine Dauerlösung ist das aber nicht. Bis zum Sommer will der Trägerverein der Jubi einen neuen Leiter gefunden haben. Die Stelle ist bereits öffentlich ausgeschrieben.

Der Trägerverein geht dabei neue Wege. Gesucht wird ein Betriebsleiter, der die Jubi wirtschaftlich auf Vordermann bringt. „Wir brauchen einen Profi, der ein Gästehaus leiten kann und ein Herz für Kirche und Bildungsarbeit hat“, sagt Anicker. Der Leiter solle Menschen begeistern können. Eine Vermischung mit der pädagogischen Arbeit soll es nicht geben. „Die Aufgaben werden sauber getrennt, um sich auf das Ziel konzentrieren zu können.“

Das lautet: Die Jubi fit für die Zukunft zu machen. Es ist nicht der erste Anlauf des Trägervereins. Ende 2016 startete die Zusammenarbeit mit einer Beratungsfirma für Hotellerie. Die Jubi sollte mit einem neuen Betreibermodell in Richtung eines inklusiven Bildungshotels weiterentwickelt werden. Die Kooperation scheiterte aber bereits nach wenigen Monaten. Im Binnenverhältnis stimmte es nicht.

Der Neustart nun ist eine große Herausforderung für die Einrichtung. Mit der Sanierung der Tagungsräume soll planmäßig Ende des Jahres begonnen werden, der Altbau soll im kommenden Jahr folgen. Bereits im März ist eine Änderung der Rechtsform geplant. Durch eine Satzungsänderung soll ein Aufsichtsrat neu geschaffen werden, der den Geschäftsführer kontrolliert.

Auch eine inhaltliche Profilschärfung mit einem neuen Leitbild steht an. „Wir müssen neu definieren: Was bieten wir an? Warum tun wir das als Kirche? Welche Zielgruppe wollen wir erreichen?“, sagt Anicker. „Wir sind ein Haus für alle, gleichzeitig leben wir ein evangelisches Profil.“ Möglicherweise ist nicht mal der Name vor den Veränderungen sicher. „Vielleicht heißt die Jubi dann auch anders“, schließt der Superintendent nichts aus.

Wir brauchen einen Profi, der ein Gästehaus leiten kann.

Joachim Anicker

Die Jubi soll sich als Wirtschaftsbetrieb selbst tragen. Die Bildungsarbeit darf Geld kosten.

Joachim Anicker
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