Brand am Neujahrstag
Leerstehendes Wohnhaus in Nordwalde: Brandstiftung als Ursache

Nordwalde -

Ein Tag nach dem Brand in einem leerstehenden Wohnhaus in der Amtmann-Daniel-Straße ist die Ursache gefunden: Es war Brandstiftung. Unklar ist noch, ob das Feuer fahrlässig oder vorsätzlich gelegt wurde. Dass von einem Zeugen gesehene Kinder mit dem Feuer zu tun haben, ist nicht bewiesen.

Dienstag, 02.01.2018, 18:01 Uhr

Der Morgen danach: Im leerstehenden Haus an der Amtmann-Daniel-Straße gab es einen Tag nach dem Feuer immer noch Brandnester.
Der Morgen danach: Im leerstehenden Haus an der Amtmann-Daniel-Straße gab es einen Tag nach dem Feuer immer noch Brandnester. Foto: Sigrid Terstegge

Die Ursache für den Brand in einem leerstehenden Wohnhaus in der Amtmann-Daniel-Straße ist geklärt: Die Polizei geht von Brandstiftung aus, wie Pressesprecher Johannes Tiltmann auf Anfrage mitteilte. Die nun noch offene Frage: Wurde das Feuer in dem Gebäude am Neujahrstag fahrlässig oder vorsätzlich gelegt?

Ein Zeuge hatte drei Kinder oder Jugendliche weglaufen sehen. Ob sie etwas mit dem Brand zu tun haben oder nur zufällig in der Nähe waren, ist laut Tiltmann noch unklar. Fest steht hingegen, dass ein Kurzschluss ausgeschlossen werden kann. Das mit Papier und anderen brennbaren Stoffen zugemüllte Gebäude war seit Langem von der Stromversorgung getrennt. Ein technischer Defekt scheidet damit aus. Schon vor dem Brand waren die Fensterscheiben zerbrochen und die Rahmen teilweise herausgebrochen. Alle Räume waren deshalb frei zugänglich. Die Schadenssumme wird auf 50.000 Euro geschätzt.

Brand im leerstehenden Wohnhaus: Brandstiftung als Ursache

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  • Das leerstehende Wohnhaus in der Amtmann-Daniel-Straße konnte nach dem Brand nicht mehr Betreten werden. Es herrscht Einsturzgefahr.

    Das leerstehende Wohnhaus in der Amtmann-Daniel-Straße konnte nach dem Brand nicht mehr Betreten werden. Es herrscht Einsturzgefahr.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Da das Haus voll war mit Papier und anderen brennbaren Stoffen, konnten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr nur schwer einen Überblick über mögliche Brandnester verschaffen.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Die Polizei hatte das ausgebrannte Wohnhaus abgesperrt, in der Nacht wurde es aufgrund der Glutnester von Feuerwehrleuten bewacht.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Aufgrund des Brandes mussten zwischenzeitlich Straßen gesperrt werden.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Mit schwerem Gerät hatte die Feuerwehr am Neujahrstag bis in die Abendstunden hinein versucht, das Feuer zu löschen.

    Foto: Sigrid Terstegge

Das Dach des Hauses wurde noch gestern von einer Baufirma abgebrochen, da es anders nicht möglich war, an die Glutnester im Gebäude zu kommen. Diese wurden anschließend von der Feuerwehr gelöscht. Am Neujahrstag waren mehr als 120 Einsatzkräfte aus Nordwalde, Emsdetten und Wettringen ausgerückt, um den Flammen Herr zu werden.

Polizei sucht Zeugen

Acht Kameraden hatten das Gebäude aufgrund der Brandnester in der Nacht bewacht, wie Nordwaldes Wehrleiter Norbert Schröer mitteilte. Beenden konnte die Feuerwehr den Einsatz erst am Dienstagabend. Das Gebäudeinnere betreten konnten die Einsatzkräfte aufgrund der durch den Brand beeinträchtigten Statik nicht. Alle Löscharbeiten mussten von außen getätigt werden. Weil Einsturzgefahr besteht, sollen laut Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink am Mittwoch die Giebel des Hauses abgebrochen werden.

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Die Polizei sucht derweil Zeugen, die weitere Personen auf dem Gelände beobachtet haben oder die sonstige Hinweise zum Brand geben können. Die Beamten bitten Zeugen, sich bei der Polizei in Greven unter Telefon 0 25 71 / 92 84 45 5 zu melden.

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