Feuerwehreinsatz in Nordwalde Haus nach Saunabrand vorerst unbewohnbar

Nordwalde -

Mehr als 60 Feuerwehrleute waren am späten Montagabend bei einem Wohnhausbrand in der Gildestraße im Einsatz. Der Brand war in einer Sauna ausgebrochen, es entstand immenser Schaden. Verletzt wurde niemand, das Haus aber bleibt vorerst unbewohnbar.

Von Jens Keblat
Feuerwehreinsatz in Nordwalde: Haus nach Saunabrand vorerst unbewohnbar
Bei einem Brand in Nordwalde entstand Schaden im sechsstelligen Bereich. Foto: Jens Keblat

Um 21.10 Uhr waren die Freiwillige Feuerwehr , der Rettungsdienst und die Polizei zu dem Wohnhausbrand alarmiert worden. Dazu Norbert Schröer , Wehrführer und Einsatzleiter: „Wir sind mit Sirenenalarm zu dem Wohnhausbrand alarmiert worden, beim Eintreffen an der Einsatzstelle war das Wohngebäude voll verqualmt und es wurde uns angedeutet, dass es im Keller einen Saunabrand geben sollte. Das haben dann zwei Trupps unter schwerem Atemschutz sofort erkundet.“ Die Nordwalder Wehr sei sofort mit allen Einsatzfahrzeugen ausgerückt, sogar mit Privatwagen seien noch einzelne Wehrleute zur Brandstelle geeilt.

Schröer weiter: „Die Sauna stand in Vollbrand. Die Löscharbeiten stellten sich aber schwierig dar, weil wir uns erstmal einen Zugang zum Haus verschaffen mussten. Von vorne war es nicht so einfach möglich, wir mussten also auf der Rückseite des Hauses zwei Fenster aufbrechen und einen Kellergang freilegen, um dann mit den Trupps unter Atemschutz zum Brandherd vorzudringen.“ In dem Keller habe es eine massive Brandlast gegeben, durch Halbgeschosse und viel Holzvertäfelung habe sich der Brand rasch ausgebreitet.

Akute Gefahr für Feuerwehrleute

Im ersten Moment habe selbst für die erfahrenen Feuerwehrleute akute Gefahr bestanden. Denn der Rauch sei sehr dicht gewesen und es hätte zu einer Rauchgasdurchzündung, einem so genannten Flashover, kommen können. Diese Gefahr habe man zunächst durch das Einleiten erster wesentlicher Maßnahmen bannen müssen, ehe das Feuer gelöscht werden konnte. Unterstützt wurden die Nordwalder Wehrleute auch durch einen vom Kreis Steinfurt in Wettringen stationierten Gerätewagen-Atemschutz. „Wir haben hier einen massiven Atemschutzeinsatz gehabt und unsere Geräte sind jetzt alle kontaminiert“, so Schröer weiter. Durch die Unterstützung habe man die Geräte direkt austauschen können.

Schaden im sechsstelligen Bereich

Dennoch: „Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, der Rauch ist durch alle Geschosse gezogen“, fasst Schröer die Situation zusammen. Aufatmen konnten die unverletzten Bewohner des Einfamilienhauses vorerst dennoch: „Dank der Hilfe einiger Nachbarn können die Bewohner des Hauses heute in einer bereitgestellten Wohnung übernachten“, so der Einsatzleiter abschließend.

Inzwischen wurde die Brandstelle beschlagnahmt, Ermittler der Kriminalpolizei werden nun routinemäßig mit ihrer Arbeit beginnen und versuchen, die genaue Brandursache herauszufinden. Unterdessen ist sich Norbert Schröer sicher, dass bei diesem Brand ein Schaden im sechsstelligen Eurobereich entstanden ist.

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