Glasfaserausbau Nur noch Restarbeiten

Nordwalde -

Fast fertig: Die Deutsche Glasfaser hat (mit etwas Verspätung) bis auf wenige fehlende Anschlüsse den Ort mit schnellem Internet versorgt. Die Löcher sind kaum zugeschaufelt, da rollt das nächste Glasfaser-Projekt schon so langsam an...

Von Detlef Held und Pjer Biederstädt
Ein Geschenk des Himmels? Nein, der Point of Presence (PoP), von dem aus die Privat- und Geschäftskunden ans schnelle Netz angeschlossen wurden, schwebte Ende April mit Hilfe eines Krans in die Karl-Wagenfeld-Straße.
Ein Geschenk des Himmels? Nein, der Point of Presence (PoP), von dem aus die Privat- und Geschäftskunden ans schnelle Netz angeschlossen wurden, schwebte Ende April mit Hilfe eines Krans in die Karl-Wagenfeld-Straße. Foto: Detlef Held

Das schnelle Internet ist Wirklichkeit geworden. Der Ausbau des Glasfasernetzes sowohl für die Privatkunden als auch für die Gewerbetreibenden ist fast fertig. 95 Prozent der insgesamt 1350 Kunden sind auf der Datenautobahn angekommen, bestätigt die Deutsche Glasfaser. Je nach Vertrag surfen die Nordwalder nun mit Geschwindigkeiten im Up- und im Download zwischen 100, 200 oder auch 500 Megabyte.

Möglich wird dies durch die im April dieses Jahres aufgestellte Verteilerstation, dem sogenannten Point of Presence (PoP), in der Karl-Wagenfeld-Straße (wir berichteten). Von hier aus werden alle Hausanschlüsse verbunden, auch die Nordwalder Industriegebiete sind darüber verkabelt, erklärt Projektleiter Ben Meijer . „Insgesamt können an diesem PoP 3800 Haushalte oder Betriebe angeschlossen werden“, so Meijer.

„Tolle Zusammenarbeit“

Die Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Glasfaserstränge sind bis auf kleine Restarbeiten und einige Haus- und Firmenanschlüsse beendet. Bauleiter Thorsten de Boer hatte im Sommer noch prognostiziert, bis Ende Oktober mit den Tiefbauarbeiten fertig sein zu wollen. Abgesehen von der leichten Verspätung gab es beim Ausbau keine ernsthafte Schwierigkeiten, wie Projektleiter Meijer betonte. Er lobte die gute Abstimmung und die Kooperation mit der Verwaltung und den ausführenden Firmen. Schließlich waren die Glasfaserteams in den vergangenen Monaten nicht die einzigen, die im Ort Straßenbauarbeiten durchführten. „Wir fanden aber immer eine Lösung. Es war einfach eine tolle Zusammenarbeit.“

Diese Ansicht teilt auch Projekt-Betreuer Jan Brinkmann von der Gemeindeverwaltung: „Die Nordwalder, so meine Informationen, sind zufrieden mit dem Netz“, zog Brinkmann ein weitestgehend positives Fazit. Das deckt sich mit der großen Mehrheit der Kunden, die in sozialen Netzwerken die Ergebnisse loben.

Ende Februar soll dann wirklich alles fertig sein

Zu Beginn der Bauarbeiten habe es vereinzelt Beschwerden über die vielen unpassierbaren Gehwege gegeben, jetzt gebe es hin und wieder Kunden, die den falschen Router im Haus haben, was allerdings nicht Fehler der Firma sei. Alles kleinere Hindernisse angesichts des Ausmaßes der Bauarbeiten, so Brinkmann.

Die restlichen Hausanschlüsse werden Meijers Einschätzung nach spätestens im Januar fertiggestellt. Das hänge auch von der Terminabsprachen mit den jeweiligen Hausbesitzern ab, macht der Projektleiter deutlich. „Alles in allem, also mit Straßenausbesserungen, rechne ich mit der Fertigstellung Ende Februar“, sagte Jan Brinkmann.

Wann der vom Land und Bund mit je 2,1 Millionen Euro geförderte Ausbau des Glasfasernetzes im Außenbereich startet, ist hingegen noch nicht abzusehen. Das Ausschreibungsverfahren ist eingeleitet. „Eine belastbare Prognose für den Ausbaustart im Außenbereich kann ich derzeit aber nicht abgeben“, betonte Brinkmann. Erst wenn feststeht, welche Firma die Arbeiten ausführt, werden die vorläufigen Förderbescheide in endgültige geändert. Wie viel Zeit der behördliche Vorgang in Anspruch nimmt, sei schwer abzuschätzen, so Brinkmann.

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