Stilvoller Arbeit in der Schäferei
Weihnachten auf Platt

Nordwalde -

nisterndes Herdfeuer, würzig duftender Glühwein und selbst gebackene Weihnachtsplätzchen war das passende Ambiente beim vorweihnachtlichen plattdeutschen Abend in der Schäferei Reckfort.

Donnerstag, 14.12.2017, 17:12 Uhr

Knisterndes Herdfeuer gehören beim plattdeutschen Abend des Heimatvereins mit Weihnachtsgeschichten im Gräftenhof Reckfort einfach dazu.
Knisterndes Herdfeuer gehören beim plattdeutschen Abend des Heimatvereins mit Weihnachtsgeschichten im Gräftenhof Reckfort einfach dazu. Foto: Sigrid Terstegge

Knisterndes Herdfeuer, würzig duftender Glühwein und leckere selbst gebackene Weihnachtsplätzchen. Darauf haben sich die Mitglieder des Heimatvereins und Gäste fast das ganze Jahr über gefreut. Nun war es so weit – der vorweihnachtliche plattdeutsche Abend stand an.

Bereits zum elften Mal hatte der Heimatverein auf den historischen Gräftenhof der Schäferei Reckfort eingeladen. „Wir freuen uns, dass trotz des scheußlichen Wetters alle sich auf den Patt gemacht haben“, begrüßte Margret Bockholt die Besucher.

Während draußen der Regensturm wütete, las Bockholt die erste Geschichte vor. Darin verglich sie den Advent im Jahr 1951 mit dem der heutigen Zeit. Stille Nacht, goldener Himmel, leuchtende Kerzen, die mit den Sternen um die Wette strahlen – das gab es damals. Heute dagegen ist alles bunt und aufdringlich. In der Stadt rennen die Menschen von Geschäft zu Geschäft, die Besinnlichkeit fehlt.

Vom kleinen Schutzengel, der den großen Engel ausfragt, wie man Menschen hilft, erzählte dann Agnes Drees . Gedichte und Geschichten auf Platt hatten Drees und Bockholt ausgesucht. Zwischendurch sangen alle zusammen Weihnachtslieder wie „Maakt haug de Düör“ und „Muorgen Kinner sallt‘ wat giewwen“.

Für die musikalische Begleitung sorgte Matthias Funke auf dem Schifferklavier. Als langjährige Vereinswirtin für die plattdeutschen Abende war auch Elfriede Diepenbrock gekommen. Eine Geschichte von Charles Dickens hatte Drees ins Platt übersetzt.

Dabei ging es um Jungen in einem Waisenhaus, die nur am Weihnachtstag ausnahmsweise nicht arbeiten mussten und eine Apfelsine als Geschenk bekamen. Einer hatte allerdings versucht, vom Heim wegzurennen und bekam daher nichts. Dann aber kam einer der Jungen und brachte ihm eine aus Apfelsinenstücken der anderen Jungen zusammengesetzte Frucht. Zusammenhalt ist eben alles.

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