BOM im Ochtruper Rosenmontagszug
Mit der dicken Tuba unterwegs

Metelen/Ochtrup -

Da ist Kondition gefragt: Linus Olbering spielt beim BOM die Tuba – und schleppt beim Ochtruper Rosenmontagszug das schwere Instrument kilometerweit durch die Straßen der Nachbarstadt.

Montag, 12.02.2018, 14:02 Uhr

Bunt kostümiert marschierte Metelens Blasorchester beim Rosenmontagszug in Ochtrup mit.
Bunt kostümiert marschierte Metelens Blasorchester beim Rosenmontagszug in Ochtrup mit. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Er ist der Tieftöner der Metelener Bläsertruppe, der junge Mann, der zusammen mit den Drummern das Fundament des Orchesters bildet. Linus Olbering spielt die Tuba beim BOM und hat im Rosenmontagszug seine Premiere auf der ganz langen Strecke: Erstmals geht es mit dem ganzen Orchester kilometerweit durch die Straßen und über die Plätze der Nachbarstadt Ochtrup. Da ist Kondition gefragt.

„Mal sehen, ob ich das schaffe“, gibt sich Linus vor dem Start des närrischen Lindwurms noch ein wenig skeptisch. Das Instrument ist schließlich nicht von Pappe, sondern aus massivem Messing – kiloschwer. Wie viele genau? „Keine Ahnung“, lacht Linus, der es vielleicht auch gar nicht so grammgenau wissen will.

Was so ein Marsch mit Instrument verlangt, hat er beim Umzug durch Metelen am Samstag schon mal getestet. Im Takt laufen ist da noch die kleinste der Anforderungen. Das schwere Ins­trument will über weite Strecken vor der Brust geschleppt werden. Ein Gurtgeschirr hilft, das Gewicht auf beide Schultern zu verteilen. Damit nicht genug: Auch die Töne müssen stimmen.

Linus Olbering spielt beim BOM die Tuba.

Linus Olbering spielt beim BOM die Tuba. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Doch da ist Linus trotz seiner jungen Jahre fast schon ein alter Hase. Seit er neun Jahre alt ist, spielt er das Bassinstrument in der Blaskapelle. Und jetzt ist die Zeit gekommen, wo er auch mit dem Orchester marschiert. Ja, die Märsche, die haben es Linus angetan. „Die spiele ich am liebsten“, bekennt der junge Mann, der aus einer musikalischen Familie stammt. Die Cousine spielte im BOM, die Schwester ebenfalls, beide allerdings Tenorhorn – die kleineren Schwestern der dicken Tuba. „Geübt wird im Wohnzimmer“, berichtet Linus, und wer einmal Blechinstrumentalisten bei ihren ersten Tonfindungsversuchen gehört hat, findet lobende Töne für die tolerante Familie.

Doch genug der Vorrede: Die Musiker stellen sich auf, eine bunte Truppe, denn die Kostümierung beim BOB ist in Ochtrup traditionell frei Schnauze. 14.11 Uhr. Der Zug startet, und mit ihm das BOM und Tieftöner Linus.

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