Baustelle auf der Bundesstraße 70
Schlechtwetter auf der Baustelle

Metelen -

Es war kein guter Start ins neue Jahr für die Straßenbauer auf der B 70. Zunächst war es viel zu nass, um den noch fehlenden Radweg zu asphaltieren, dann machte Väterchen Frost den Arbeitern einen Strich durch die Rechnung. Ab Donnerstag soll jetzt weiter gebaut werden.

Samstag, 10.02.2018, 06:02 Uhr

Seit Wochen steht dieser Radlader neben dem Baucontainer an der Vogelparkkreuzung. Die neue Straßendecke ist zwar bereits fertig, die Baustelle zwischen der Wettringener Straße und der Kreuzung wegen des fehlenden Radweges aber noch eingerichtet.
Seit Wochen steht dieser Radlader neben dem Baucontainer an der Vogelparkkreuzung. Die neue Straßendecke ist zwar bereits fertig, die Baustelle zwischen der Wettringener Straße und der Kreuzung wegen des fehlenden Radweges aber noch eingerichtet. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das letzte Mal, als sich auf der Baustelle an der Bundesstraße 70 etwas bewegt hat, war beim Sturm. „Friederike“ sorgte für Leben auf dem bereits asphaltierten Teilstück zwischen Wettringener Straße und Vogelparkkreuzung, indem sie Bäume abknickte, Baken kippte und Baustellenampeln umwarf. Arbeiter wurden hingegen schon länger nicht mehr beobachtet auf der Umgehungsstraße.

Unter etlichen Metelener Bürgern sorgt dies für Unmut, müssen viele von ihnen doch täglich auf dem Weg zur Arbeit wegen der Baustelle Umwege fahren. Gesperrt ist etwa seit Monaten die Wettringener Straße in Richtung Bundesstraße. Auch inwar der Stillstand auf der Baustelle angesprochen worden.

Fragt man beim Auftraggeber, dem Landesbetrieb Straßen-NRW und auch bei der bauausführenden Firma, dem Unternehmen G-S Straßenbau aus Dülmen, nach, wird schnell deutlich, warum sich auf der B 70 nichts rührt. Dierk Peters, Diplom-Ingenieur und Bauleiter bei G-S, verdeutlichte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass an Asphaltierungsarbeiten bei der Witterung der vergangenen Wochen nicht zu denken gewesen sei: „Das muss man sich ähnlich vorstellen wie bei einem Maler. Der kann bei feuchten Wänden auch nicht tapezieren.“

Die Asphaltfertiger ruhen aber nicht nur bei Dauerregen, auch beim Frost der vergangenen Tage ist an Arbeiten nicht zu denken. Josef Brinkhaus , Pressesprecher der Regionalniederlassung von Straßen-NRW erläutert die Gründe mit Blick auf die aktuelle Baustelle: „Dort müssen wir ja zunächst noch die bestehende Decke auf dem Radwegeteil abfräsen, bevor wir neu asphaltieren. Dass die Fräsen aber mit Wasser gekühlt werden, kann die Firma bei dieser Witterung nicht arbeiten.“

Brinkhaus erläuterte auch, dass eine Fertigstellung der Straße bei ungünstiger Witterung theoretisch möglich sei, allerdings dann keine Gewährleistung übernommen würde. Dies sei nicht verantwortbar, werde der Umbau der Straße doch aus Steuergeldern finanziert. „Wir machen so etwas nur in absoluten Ausnahmefällen, etwa indem wir bei besonderen Bereichen von Autobahnen eine provisorische Asphaltdecke aufbringen lassen, die dann im Frühjahr wieder abgefräst wird.“

Bei G-S-Straßenbau beziehen die Arbeiter seit Wochen Schlechtwettergeld. „Die scharren mit den Hufen“, brachte eine Mitarbeiterin des Unternehmens auf den Punkt, dass die Bauarbeiter schnellstmöglich wieder anfangen wollen.

Am Donnerstag, so hieß es bei Straßen-NRW, soll auf der B 70 wieder gearbeitet werden.

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