Hundesteuer: Bestand soll überprüft werden
Markenbewusstsein schärfen

Metelen -

Noch in diesem Jahr soll es eine Registrierung der Hunde im Ort geben. Mitarbeiter eines Dienstleisters werden dann von Tür zu Tür ziehen, um die Bewohner zu befragen. Die UWG erhofft sich dadurch Mehreinnahmen, die Verwaltung einen Betrag zur Steuergerechtigkeit.

Samstag, 03.02.2018, 06:02 Uhr

Nicht ohne Marke: Mucki hat eine Hundemarke, sein Kumpel Fritz tollt ohne herum. Das soll nach der Bestandserhebung ein Ende haben.
Nicht ohne Marke: Mucki hat eine Hundemarke, sein Kumpel Fritz tollt ohne herum. Das soll nach der Bestandserhebung ein Ende haben. Foto: dpa

Vom kleinsten Kläffer bis hin zur ausgewachsenen Dogge: Hundesteuer ist für jeden Vierbeiner im Ort zu zahlen. Doch nicht alle Hunde sind auch angemeldet, vermutet die UWG und hat deshalb beantragt, dass die Kommune noch in diesem Jahr die Hundehalter überprüft. Die Idee der UWG dahinter: „Mit den möglichen Mehreinnahmen soll dann die Hundekotbeseitigung verbesser werden“.

So steht es in einem Antrag für den Haushalt 2018, der am Montag (5. Februar) in der Sitzung des Rates verabschiedet (ab 18.30 Uhr, Altes Amtshaus) werden soll. Im vorbereitenden Hauptausschuss fand der Vorschlag bereits Zustimmung.

Ob diese Registrierung allerdings der große Wurf wird, welche sie bei der Premiere 2007 war, zweifelt der zuständige Experte im Rathaus an. Seinerzeit waren 27 Prozent mehr Hunde aufgespürt worden – entsprechend sprudelte auch die Steuer von damals wie heute 48 Euro pro Tier. Nach nur zwei Monaten hatten sich die 3500 Euro, welcher der externe Dienstleister gekostet hatte, amortisiert.

Thomas Krabbe ist für das Thema Hundesteuer in der Verwaltung zuständig. „Ich denke nicht, das wir auf einen ähnlichen Wert wie damals kommen werden“, wagt er eine Prognose. Derzeit seien etwa 700 Tiere im Ort registriert. Sie brachten der Kommune im bereits abgerechneten Haushaltsjahr 2016 genau 31 750 Euro Steuern ein, nannte Kämmerer Andreas Möllers die exakte Zahl.

Im Sinne der Erzielung von Steuergerechtigkeit sei eine erneute Überprüfung der Hunde im Ort nach nunmehr über zehn Jahren sicherlich sinnvoll, erläuterte Fachmann Krabbe. Die Kosten belaufen sich, so eine Schätzung der Verwaltung, auf etwa 5000 Euro. Konkret sieht die Bestandsaufnahme so aus, dass Mitarbeiter eines Dienstleisters an jede Haus- und Wohnungstür im Ort klingeln und die Bewohner zur Hundehaltung befragen. In der Verwaltung werden die Protokolle mit den Steuerlisten verglichen. Wenn Bello also schwanzwedelnd mit dem Herrchen an der Haustür steht, aber keine Hundemarke trägt und auch nicht registriert ist, wird der Bescheid nicht lange auf sich warten lassen.

„Bei der ersten Erhebung hatten wir schon einige Tage nach der Ankündigung etliche Hundehalter, die sich gemeldet haben. Etwa 150 zusätzliche Hunde wurden damals insgesamt registriert – diesmal werden es wohl nicht so viele sein“, so Krabbe.

Der Annahme der beantragenden Wählergemeinschaft, dass mit möglichen Mehreinnahmen gezielt der Hundekot intensiver beseitigt wird, widersprach Krabbe übrigens: „Die Hundesteuer wird nicht explizit für diesen Zweck erhoben, sondern fließt der allgemeinen Steuereinnahme zu.“

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