Krippe
Kleine Krippe mit vielen Erinnerungen

Metelen -

Sie ist klein, aber an ihr hängen viele, schöne Erinnerungen. Maria Theresia Laqua besitzt zwei Krippen, und die aus Holz ist ihr die liebste.

Sonntag, 24.12.2017, 12:12 Uhr

Schlicht und ausdrucksvoll ist die von Hand geschnitzte Krippe, die Maria Theresia Laqua gehört.
Schlicht und ausdrucksvoll ist die von Hand geschnitzte Krippe, die Maria Theresia Laqua gehört. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Die sind beide mit mir hierher gezogen“, erzählt Maria Theresia Laqua und schaut liebevoll auf die beiden Krippen in der Ausstellung des St.-Ida-Hauses. Zwei davon gehören der 81-Jährigen, die im Betreuten Wohnen der Einrichtung ihr neues Zuhause gefunden hat. Als die Idee aufkam, eine Ausstellung mit Krippen zu organisieren, fielen der Seniorin natürlich ihre beiden Exemplare ein. Und sie stellte sie gerne zur Verfügung – damit sich auch andere Menschen an den Darstellungen erfreuen können.

Beide Krippen stammen aus Familienbesitz und eigentlich, ja eigentlich gab es auch noch eine dritte Krippe, die die Seniorin besaß. Doch wurde es mit dem Platz ein wenig eng und so verschenkte sie sie notgedrungen an die Verwandtschaft.

Übrig blieb das Duo – eines aus Holz, eines aus Ton gearbeitet. Beide stellen jeweils nur die heilige Familie dar – sieht man einmal von einem Esel ab, der sich zur handgeschnitzten Holzkrippe dazu gesellte. Besonders an dieser Darstellung der Geburt Jesu hängt das Herz von Maria Theresia Laqua: „Ich habe meine Jugend in Mettingen verbracht und damals fuhren wir immer in den Sommerferien in ein Mädchenlager im Sauerland.“

Einer der Betreuer nutzte die freie Zeit, um sich seinem Hobby zu widmen. „Immer, wenn nichts zu tun war, nahm er ein Stück Holz in die Hand und schnitzte was draus“, erinnert sich die Seniorin. So entstanden auch die Krippenfiguren. Und weil die Heilige Familie ein wenig einsam war, arbeitete der Freizeit-Künstler auch noch eine Eselsfigur aus dem Holz: „Den hat er auf meinen Wunsch hin gemacht.“

Die Krippe hat Maria-Theresia Laqua ihr ganzes Leben hindurch begleitet, das sie nach einem Pädagogik- und Theologie-Studium in Münster als Pastoralreferentin an verschiedene Stationen führte, zuletzt in Ochtrups Ortsteil Welbergen.

Am Weihnachtsfest – die Ausstellung im Foyer des St.-Ida-Hauses ist längst abgebaut – stehen die Krippen nun im Zimmer der Seniorin, wecken Erinnerungen an die Jugendzeit und erzählen die Geschichte des heiligen Abends.

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