Moderne Straßenbeleuchtung
Genügsame Krokodile mit Biss

Metelen -

Mehr Leuchtkraft bei weniger Energieverbrauch und längerer Lebensdauer: LEDs sind die Tausendsassas moderner Beleuchtungstechnik und kommen jetzt auch verstärkt in Metelens Straßenbeleuchtung zum Einsatz. Möglich macht dies ein Projekt der RWE-Tochter Innogy.

Donnerstag, 21.12.2017, 06:12 Uhr

„Krokodil“ nennen die Techniker die neuen LED-Straßenleuchten scherzhaft. Bürgermeister Gregor Krabbe, Monika Schürmann von Innogy und die Westnetz-Mitarbeiter Martin Enning und Wolfgang Dirks (v.l.) stellten sie jetzt vor.
„Krokodil“ nennen die Techniker die neuen LED-Straßenleuchten scherzhaft. Bürgermeister Gregor Krabbe, Monika Schürmann von Innogy und die Westnetz-Mitarbeiter Martin Enning und Wolfgang Dirks (v.l.) stellten sie jetzt vor. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die Gemeinde Metelen ist endgültig angekommen im LED-Zeitalter der Straßenbeleuchtung. Nach punktuellem Einsatz der modernen Technologie, vor allem bei Neubauprojekten wie auf der Straße „Am Hemmel“, wird nun auch großflächig installiert.

Möglich macht das die RWE-Tochter „Innogy“. Der grüne Part des Energieriesen installiert für etwa 100 000 Euro moderne Leuchten auf Metelens Straßen – auf eigene Kosten. „Wir finanzieren dies zu 100 Prozent“, erläuterte Monika Schürmann von der Kommunalbetreuung von Innogy bei der Vorstellung des Projekts.

Darin werden etwa 200 Straßenleuchten umgestellt – von herkömmlicher Leuchtstoffröhren-Technologie auf zeitgemäße und energiesparende LED-Technik. Martin Enning, für die Planung bei Westnetz zuständig, erklärte, dass die neuen Leuchten entweder mit 36 oder 18 Watt Leistung betrieben werden könnten: „Das lässt sich schalten.“ Entsprechend besteht die Option, in der Nacht nur eine Minimalbeleuchtung einzuschalten, während die Leuchten in den frequenzstärkeren Abend- und Morgenstunden ihre volle Kraft entfalten dürfen.

Wie das aussieht, können Interessierte bereits am Diekland betrachten. Dort sind die Köpfe der Peitschenleuchten an der Straße bereits ausgetauscht – gegen die neuen „Krokodile“. So heißen die LED-Leuchten umgangssprachlich wegen ihrer Form bei den Technikern.

Dass die Lampen, obwohl sie nur knapp die Hälfte an Strom im Vergleich mit den bisherigen Leuchtstoffröhren verbrauchen, Biss haben, resultiert auch aus der tageslichtähnlichen Farbe des Lichts. Es ist heller als das eher gelbliche Licht der Vorgänger und bewegt sich um eine Farbtemperatur von etwa 5000 Kelvin.

Der Netzmeister am Westnetz-Standort Metelen, Wolfgang Dirks, nannte einen weiteren Vorteil der LED-Leuchten: „Sie benötigen weniger Wartungsaufwand und haben eine höhere Laufzeit.“ Die Firma Köhler aus Laer, Vertragspartner von Westnetz für Metelen, übernimmt die Installation der Leuchten und war auch davor schon regelmäßig im Ort unterwegs, um die Straßenbeleuchtung zu kontrollieren und zu warten.

Von den 100 Leuchten, die bereits gekauft wurden, ist bisher nur ein Teil verbaut – vornehmlich im Bereich Welbergener Straße, Diekland und demnächst auch am Nordring. „Eine weitere Charge ist bereits bestellt“, informierte Martin Enning und auch darüber, dass Westnetz in Abstimmung mit der Gemeinde bis zum Frühjahr vor allem auch die künftigen Schulwege zum neuen Standort am Freistein im Visier für die Umrüstung hat.

Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe freute sich über das Engagement des Netzbetreibers: „Diese Sanierungsmaßnahme führt nicht nur zu einer nachhaltigen Einsparung unserer Energie- und Betriebskosten, sondern unterstützt uns auch dabei, die Energie- und Klimaschutzziele unserer Gemeine zu erreichen.“

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