Analyse der NRW-Bank
Metelener sind Häuslebauer

Metelen -

Metelen ist ein Ort der Häuslebauer und Hausbesitzer. Ein- und Zweifamilienhäuser dominieren in der Gemeinde, das wird beim Blick auf die Wohngebiete aus früheren Jahrzehnten ebenso deutlich wie in aktuellen Neubauflächen, etwa im Hilbuskamp. Augenschein allein reicht aber nicht aus, um den Woh­nungsbestand Metelens zu beschreiben. Schwarz auf weiß lieferte jetzt die NRW-Bank eine Dokumentation dazu.

Montag, 18.12.2017, 06:12 Uhr

Der Nachfrage nach Bauland versucht die Gemeinde durch die Erschließung neuer Flächen – hier das Baugebiet Hilbuskamp V – zu begegnen
Der Nachfrage nach Bauland versucht die Gemeinde durch die Erschließung neuer Flächen – hier das Baugebiet Hilbuskamp V – zu begegnen Foto: Dieter Huge sive Huwe

Sie vergleicht den aktuellen Bestand für das Jahr 2016 mit dem in anderen NRW-Kommunen unter 10 000 Einwohner. 76,3 Prozent aller Wohnungen liegen demnach in Ein- oder Zweifamilienhäusern – fast der gleiche Wert wie in den übrigen Kleinstädten und Dörfern des Landes. Auffällig: NRW-weit lebt nur eine Minderheit (41 Prozent) in solchen Häusern. Das Gros der Menschen wohnt in Mehrfamilienhäusern. Ins Auge fällt auch der Anteil von Sozialwohnungen in den wenigen Metelener Mehrfamilienhäusern. Er liegt bei 30,8 Prozent, fast 20 Prozent über dem Anteil in kleinen Kommunen des Landes.

113 Quadratmeter ist die durchschnittliche Wohnfläche in Metelen, 47,3 Quadratmeter pro Person, wenn man dies weiter herunter bricht. 2,5 Personen teilen sich einen Haushalt, NRW-weit sind es 2,1 Menschen.

Zahlen des Oberen Gutachterausschusses analysierte die NRW-Bank ebenfalls. Danach hatte der Quadratmeter baureifes Land in Metelen 2016 einen mittleren Preis von 85 Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 um 13,3 Prozent entspricht. Im Mittel zahlten Metelener für ihr Eigenheim einen Kaufpreis von knapp 170 000 Euro.

Etwa jedes zehnte Haus im Ort ist älter als 67 Jahre, stammt also aus der Zeit vor 1950 (NRW-Vergleichszahl 20,9 Prozent). 12,7 Prozent der Häuser wurde in den 1950er-Jahren errichtet, 14,4 Prozent in den 1960-ern, 20,1 Prozent in den Jahren 1970 bis 1979, 24,5 Prozent von 1980 bis zur Jahrtausendwende und 19,3 Prozent im Untersuchungszeitraum 2000 bis 2011. Gerade der letzte Wert sticht heraus: Im NRW-Schnitt wurden in dieser Zeit nur 7,3 Prozent aller Häuser gebaut.

Analog dazu nennt die Untersuchung die Anzahl der Baugenehmigungen. Sie kletterte von nur drei im Jahr 2013 auf 30 in 2016.

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