Nikolaus Herzlicher Empfang für den Bischof

Metelen -

Hunderte erwartungsvolle Kinder und deren Eltern und Großeltern bereiteten dem Nikolaus am Dienstagnachmittag auf dem Sendplatz einen begeisternden Empfang. Dazu gesellten sich der Spielmannszug und das Blasorchester sowie der Kinderchor. 

Von Dorothee Zimmer
Voller Erwartung standen die Kinder und deren Eltern auf dem Sendplatz und begrüßten St. Niklaus und seinen schwarz gekleideten Begleiter, den Knecht Ruprecht.
Voller Erwartung standen die Kinder und deren Eltern auf dem Sendplatz und begrüßten St. Niklaus und seinen schwarz gekleideten Begleiter, den Knecht Ruprecht. Foto: Dorothee Zimmer

Als der Nikolaus am Dienstagnachmittag oben auf der Rathaustreppe stehend seine Augen über den Marktplatz schweifen ließ, war er gerührt, dass so viele kleine und große Leute zu seinem Empfang gekommen waren: „Es ist jedes Jahr eine Freude, all diese strahlenden Augen zu sehen.“

Der himmlische Besuch hatte natürlich Knecht Ruprecht mitgebracht und auch sein goldenes Buch. Darin, so sagte er den Kindern, wollte er beim abendlichen Besuch nachschauen, welche Notizen er sich in den vergangenen zwölf Monaten gemacht hatte. „Ich kann euch aber jetzt schon sagen, dass überwiegend nur Gutes drin steht.“

Nachdem Reinhard Zie­lonka als Vorsitzender des Nikolausvereins den hohen Besuch begrüßt und ihm versichert hatte, wie sehr sich die Metelener jedes Jahr auf ihn freuen, wandte sich Bürgermeister Gregor Krabbe mit einem speziellen Wunsch an den Nikolaus. „Du hast sicher viele Geschenke dabei, aber das Beste, was du einmal mitbringen könntest, wäre ein Paket mit Zeit.“ Vielfach würden die Wochen vor Weihnachten von großer Hektik bestimmt. „Dabei ist das Schönste in der Adventszeit doch die Zeit, die man für­ein­ander hat.“

Dieser Meinung war auch Pastor Thomas Stapper. Er erzählte dazu die Geschichte eines im Altenheim wohnenden Mannes, dessen Tochter beruflich erfolgreich und finanziell sorglos war. Zu Weihnachten hoffte er nun auf Zeit mit ihr, also auf einen Besuch, stattdessen kam ein Paket mit teuren Geschenken, an denen noch die Preisschilder klebten. „Das sollte dem Mann sagen: ‚Schau mal, so viel bist du mir wert.’ Es machte ihn aber nicht froh, denn es war keine Liebe darin.“

„Wir alle sind eine große Gemeinschaft, wir müssen aufeinander achtgeben und auch im Adventstrubel hinschauen, wie es dem Menschen neben mir geht“, rief Pfarrerin Imke Philipps dazu auf, das Wesentliche stets im Blick zu halten.

Der Nikolaus nickte dazu bekräftigend und freute sich dann über drei Gedichte, die Madita Ingenleuf, Justus Bockholt und Lena Wähning vortrugen. Das Blasorchester, der Spielmanns- und Fanfarenzug sowie der Kinderchor unter der Leitung von Udo Nobis spielten und sangen zu Ehren des Heiligen Mannes. Schließlich erhielt jedes Kind eine mit Süßigkeiten gefüllte Tüte und einen Stutenkerl. Der Nikolausverein hatte jeweils 400 Stück davon besorgt.

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