Start in den Advent Metelener läuten die besinnliche Zeit ein

Metelen -

Mit einer fröhlich-besinnlichen Feier und dem schon traditionellen Schmücken des Weihnachtsbaums auf dem Sendplatz ist die Vechtegemeinde am Samstagnachmittag in den Advent gestartet. Menschen mit und ohne Migrationshintergrund läuteten gemeinsam die besinnliche Zeit ein.

Von Dorothee Zimmer
Beisammensein: Am Samstagnachmittag wurde in Metelen der Advent eingeläutet, zunächst mit einer gemütlichen Feier im Bürgerhaus. Danach stand das Schmücken des Weihnachtsbaums auf dem Sendplatz an.
Beisammensein: Am Samstagnachmittag wurde in Metelen der Advent eingeläutet, zunächst mit einer gemütlichen Feier im Bürgerhaus. Danach stand das Schmücken des Weihnachtsbaums auf dem Sendplatz an. Foto: Dorothee Zimmer

 Für einen kurzen Moment war der Bürgermeister am Samstagnachmittag verdutzt. Er stand auf der Bühne im Bürgerhaus, neben ihm seine Mitarbeiterin Petra Weßling und Übersetzerin Haddoume Pauli . Vor ihm im Saal viele Tische, an denen sich Bürger mit deutschen und ausländischen Wurzeln vom Baby bis zum Senior munter mischten.

Der Advent sollte beim Genuss von Getränken, Plätzchen und Waffeln gesellig eingeläutet werden, diese Einladung erging an alle Metelener. Und Gregor Krabbe wollte nun die Gäste stellvertretend für den Kreis der Gastgeber aus KAB, Kolpingfamilie und Gemeinde begrüßen. Er sagte: „Es ist schön, dass wir jetzt zum dritten Mal kurz vor dem ersten Advent hier zusammenkommen.“ Dann fuhr er fort mit dem Hinweis auf ein kleines unterhaltendes Programm und dem Dank an alle, die den Nachmittag vorbereitet hatten. Zwischendurch machte er Pausen, damit Haddoume Pauli seine Sätze ins Arabische übersetzen konnte. Sie brauchte dafür jeweils deutlich weniger Zeit, worauf der Bürgermeister überrascht reagierte. „Das Arabische ist kürzer als das Deutsche“, meinte Pauli. Krabbes eigene und mit einem Schmunzeln versehene Deutung löste dann allgemeine Erheiterung aus: „Oder es liegt daran, dass Sie eine Frau sind. Frauen bringen es ja immer auf den Punkt.“

Rund zwei Stunden frönten die erwachsenen Besucher dem zwanglosen Plausch, während die Kinder zum Beispiel das Angebot reizvoll fanden, sich bunte Masken auf ihre Gesichter malen zu lassen. Mädchen und Jungen von der Offenen Ganztagsgrundschule führten unter der Regie von Marielies Laurenz und Michelle Rewer einen mit viel Applaus bedachten Lichtertanz mit brennenden Kerzen auf. Aus Laer kam die Band „Bila Hedoud“, was übersetzt „ohne Grenzen“ heißt; sie hat Mitglieder aus verschiedenen Nationen. „Wir waren mal fünf, aber viele haben jetzt wegen Schule und Beruf kaum mehr Zeit für Auftritte. Das ist ein Zeichen für gute Integration“, sagten die zwei Musiker, deren Musikstücke orientalisch anmuteten. „Es ist ein ganz anderer Klang, aber eine gleichfalls schöne Einstimmung in den Advent“, fand Petra Weßling.

Als diese Veranstaltung sich dem Ende zuneigte, begann vor dem Rathaus eine neue, insofern verlagerte sich für viele Besucher lediglich der Platz der Geselligkeit um wenige Schritte. Die Werbegemeinschaft lud bei kostenfreien heißen Getränke, Lebkuchen und Süßigkeiten zum Tannenbaumschmücken ein. Das Werk zahlreicher Hände verbreitet nunmehr mit vielen Lichtern und roten Kugeln weihnachtliche Stimmung im Ortskern bis etwa Mitte Januar. Weit weniger lang war die Verweildauer des großen und mit Schokolade, Marzipan und Rosinen verzierten Stutenkerls, den der Bürgermeister aufschnitt und als kleine Stückchen verteilte. Das weiche Gebäck verkrümelte sich ziemlich rasch.

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