Kunstrasenplatz
Metelen rollt den (grünen) Teppich aus

metelen -

„Ob man nun Schöppingen, Horstmar oder Wettringen nimmt – zumindest in der näheren Umgebung gibt es keinen von der Größe vergleichbaren Platz“, freut sich Metelens Kämmerer Andreas Möllers. Schon bald kann dort gespielt werden.

Samstag, 08.11.2014, 10:11 Uhr

Genau Maß nehmen heißt es auch bei den Torpfosten, die Anfang der Woche gesetzt wurden.
Genau Maß nehmen heißt es auch bei den Torpfosten, die Anfang der Woche gesetzt wurden. Foto: rs

67 mal 140,5 Meter – nüchterne Zahlen, die lange Zeit nur auf dem Papier standen oder im PC schlummerten. Wie groß das künftige Kunstrasenspielfeld im Sportpark Süd in der Realität ist, lässt sich nur beim Besuch direkt auf der Baustelle beurteilen. Noch fehlt die finale Plastikrasenschicht, aber die Dimensionen des Platzes sind auch schon im aktuellen Zustand gut erkennbar. Und die sind durchaus beeindruckend. „ Ob man nun Schöppingen, Horstmar oder Wettringen nimmt – zumindest in der näheren Umgebung gibt es keinen von der Größe vergleichbaren Platz“, sagt Kämmerer Andreas Möllers. Grund ist das Kleinspielfeld, das an den eigentlichen Hauptplatz angegliedert ist und dem späteren Hauptnutzer, Matellia Metelen , ganzjährig variable Spiel- und Trainingsmöglichkeiten erlaubt.

Indes: Bis die Kicker der Matellia und der Schulsport die neue Sportstätte nutzen können, wird es noch mindestens bis Mitte des Monats dauern. Dabei sollten die ersten Bälle der ursprünglichen Planung nach doch schon Anfang Oktober über den Kunstrasen rollen. „Der Termin ließ sich nicht halten“, bittet Lars Rußwinkel vom mit der Ausführung der Arbeiten beauftragten Büro Brinkmann & Deppen um Verständnis für die eingetretene Verzögerung. Das unbeständige Wetter mit vielen Regenfällen ließ das Projekt schon bei den Tiefbauarbeiten ins Hintertreffen geraten, die Einbringung des Elastik-Unterbaus musste zudem verschoben werden. „Der ist jetzt fertiggestellt, sodass nun die Kunstrasenschicht selbst aufgebracht werden kann“, gibt Rußwinkel den Stand der Dinge wieder.

Seit Freitagnachmittag sind Mitarbeiter der Firma Polytan aus Halle damit beschäftigt, die Rasenbahnen im Format vier mal 70 Meter auszurollen und zu verkleben. Das Wetter spielt auch hier eine entscheidende Rolle. Ist es zu feucht, entfacht der Spezialkleber nicht seine volle Wirkung. Ist es hingegen trocken, „ist es schon nach einem Tag grün“, lacht Rußwinkel in Anspielung an die der Natur angelehnte Farbe des künstlichen Rasens.

Weitgehend abgeschlossen sind die Eigenleistungen, zu denen sich der spätere Hauptnutzer Matellia verpflichtet hat. Unter anderem wurden Bäume und Sträucher entfernt, Boden ausgekoffert, L-Steine gesetzt und Zäune montiert. Aktuell stehen nur noch wenige Restarbeiten aus. Dazu gehört die Pflasterung im Nordbereich des Sportparks, zu der unter anderem auch ein Beachvolleyballfeld, eine Kugelstoßanlage und eine Kunststofflaufbahn mit Weitsprunggrube gehören. Dass die Bedingungen zum Sporttreiben auch in der dunklen Jahreszeit optimal sind, dafür sorgt eine Acht-Masten-Flutlichtanlage. „Die Strahler leuchten den gesamten Platz gleichmäßig und mit hoher Lichtintensität aus“, erklärt Rußwinkel.

Mit Fertigstellung des Kunstrasenplatzes wird das bisherige von der Gemeinde angepachtete Sportareal an der Leerer Straße aufgegeben. Beim Sportplatz an der Ochtruper Straße indes bleibt zunächst alles wie gehabt. Angedacht ist, das Stadion zu einem späteren Zeitpunkt in Bauland umzuwandeln. Geld, das die Gemeinde für die Gegenfinanzierung des Sportparks fest eingeplant hat und gut gebrauchen kann. So konnte der Kostenrahmen von 890 000 Euro nicht ganz eingehalten werden. „Wir liegen 20 000 Euro über diesem Budget“, erklärt Möllers.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2860318?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F2583225%2F4849657%2F
Anastasiia läuft die Zeit davon
Kinderdemenz: Anastasiia läuft die Zeit davon
Nachrichten-Ticker