Teutoschleife „Holperdorper“
Kein Durchkommen

Lienen -

Die beliebte Wanderstrecke „Holperdorper“ wird wohl noch Wochen, wenn nicht Monate, nicht zugänglich sein. Das befürchten Försterin Mechthild Gretzmann und Bauhofleiter Michael Wagner. Sie haben die durch den Orkan „Friederike“ verursachten Schäden in Augenschein genommen.

Samstag, 03.02.2018, 06:02 Uhr

Eine Schneise der Verwüstung hat der Orkan „Friederike“ vor zwei Wochen in Holperdorp hinterlassen. Auch eine Sitzgruppe ist von den entwurzelten Fichten in Mitleidenschaft gezogen worden (Bild rechts).  
Eine Schneise der Verwüstung hat der Orkan „Friederike“ vor zwei Wochen in Holperdorp hinterlassen. Auch eine Sitzgruppe ist von den entwurzelten Fichten in Mitleidenschaft gezogen worden (Bild rechts).   Foto: Mareike Stratmann

Mit seinen wunderschönen und abwechslungsreichen Aussichten hat sich der „Holperdorper“ unter Wanderern einen Namen gemacht. Momentan ist davon allerdings herzlich wenig zu sehen. Und zu wandern gibt es auf der 13 Kilometer langen Teutoschleife aktuell noch viel weniger. Nachdem Orkan „Friederike“ dort vor zwei Wochen gewütet hat, fürchten Försterin Mechthild Gretzmann und auch Bauhofleiter Michael Wagner vielmehr, dass die beliebte und stark frequentierte Wanderroute „noch über Monate hinweg nicht begehbar“ sein könnte.

Ganz besonders schlimm hat es den Fichtenwald auf der Kuppe des Teutoburger Waldes in Holperdorp erwischt. Wie Streichhölzer sind die Nadelbäume dort auf einer Fläche von etwa einem Hektar umgeknickt. Dem Betrachter bietet sich schon von Weitem ein trauriges Bild. Ein Weg ist dort nicht ansatzweise erkennbar. Abgeknickte und entwurzelte Bäume soweit das Auge reicht, einer hat eine Sitzgruppe unter sich begraben und in Mitleidenschaft gezogen. Es ist das einzige, was an dieser Stelle momentan auf einen Wanderweg hinweist. „Es sieht wirklich schlimm aus“, sagt Michael Wagner.

Offiziell sind die Wanderwege seit dem 1. Februar freigegeben, die generellen Waldsperrungen seitens des Landesbetriebs Wald und Holz wieder aufgehoben. Und trotzdem kann Försterin Mechthild Gretzmann nur warnen: „Auch jetzt können noch Bäume umkippen. Der Boden ist äußerst nass und die Standfestigkeit vieler Bäume nach wie vor nicht ausreichend gegeben.“

In einer gewissen Entfernung hört man Motorsägen. Erst jetzt läuft die Beseitigung der Sturmschäden, für die die Waldbesitzer der jeweiligen Parzellen selbst zuständig sind, so richtig an. Wann das Gröbste erledigt sein könnte? Der Försterin, die nach wie vor mit der Sichtung der Schäden, Beratung der Waldbesitzer und Koordinierung der Einsätze beschäftigt ist, fällt eine belastbare Prognose schwer. An zu vielen Stellen im Teuto hat „Friederike“ getobt. Und auch der Holzabsatz muss anschließend erst noch vermittelt und das Holz tatsächlich abtransportiert werden.

„Wir haben vereinbart, den Forstarbeitern Vorrang zu lassen und erst danach aktiv zu werden“, zeigt Michael Wagner den weiteren Weg auf. Was in den gemeindeeigenen Aufgabenbereich fällt? „Wir müssen den Zustand der Wanderwege überprüfen, sie gegebenenfalls instand setzen, die Markierungen sichten und lückenlos wiederherstellen“, schildert der Bauhofleiter. Angesichts dessen, dass etliche Schilder an Bäumen angebracht sind, die nun möglicherweise am Boden liegen, dürfte es hier einiges an Arbeit geben, schätzt er.

Trotz aller Arbeit und der Abhängigkeit von den Waldbesitzern haben Michael Wagner und seine Kollegen das Ziel, die Teutoschleife bis zum Saisonbeginn größtenteils wieder auf Vordermann zu bringen, noch nicht aufgegeben. Versprechen können sie es ebenso wenig. Aber: „Wir werden alles daransetzen, den Wanderern schnellstmöglich wieder einen schönen Rundweg zu bieten.“ Zu wichtig ist die Bedeutung des Holperdorpers als touristisches Aushängeschild für die Gemeinde.

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