Starkenhof ist abgerissen Gemeinde wartet auf Pläne des LWL

Lienen -

Nichts mehr zu sehen ist von der einstigen Brandruine des Starkenhofes, die jahrelang im Winkel von Glandorfer Straße und Fasanenweg einen trostlosen Anblick bot. Ein Abrissbagger hat jüngst die Reste des ehemaligen Bauernhauses entfernt. So gesehen könnte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt mit dem Bau des geplanten Wohnheims für 24 Menschen mit geistiger Behinderung beginnen.

Von Michael Schwakenberg
Der Plan zeigt die mögliche Lage des Wohnheims vor dem Hintergrund der jetzt abgerissenen Bauernhaus-Ruine.
Der Plan zeigt die mögliche Lage des Wohnheims vor dem Hintergrund der jetzt abgerissenen Bauernhaus-Ruine. Foto: privat

Bereist im März waren im Planungs- und Bauausschuss die Pläne vorgestellt worden. Das Grundstück sei aufgrund seiner Lage ideal für den Bau einer Wohneinrichtung. Die Einbindung des Neubaus in ein gewachsenes Wohnviertel und die überschaubaren Strukturen in der Umgebung entsprächen dem Teilhabe- und Inklusionsgedanken der Behindertenrechtskonvention, hieß es damals.

Gleiches gelte für Lienen mit seiner Infrastruktur. Zielgruppe sind Menschen mit einer geistigen Behinderung und gegebenenfalls intensivem Hilfebedarf, die längerfristig oder vorübergehend stationäre Eingliederungshilfe benötigen.

Seinerzeit wurde auch der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gefasst. Nach Aussage von Bauamtsleiter Sebastian Döring ist jetzt erstmal der LWL am Zug. „Sobald uns aktuelle Pläne vorliegen, kann das Verfahren inklusive Beteiligung der Öffentlichkeit fortgesetzt werden“, so Döring.

Beim LWL war gestern kein Verantwortlicher zu erreichen, der den WN Auskunft geben konnte über den aktuellen Planungsstand. Dörings Kenntnisstand ist, dass man sich dort in der Abstimmungsphase befinde, was die Detail-Planungen betrifft.

Nach den im März vorgestellten Planungen sollen die Bewohner in möblierten Einzelzimmern oder auch kleinen Apartments unterkommen. Die Betreuung findet demnach unterteilt in Wohngruppen statt und erfolgt durch Pädagogen und Pflegekräfte rund um die Uhr.

Wer von den künftigen Bewohnern Werkstätten besucht, soll das auch nach dem Unzug nach Lienen tun. Wer keine Werkstatt besucht, dem sollen innerhalb des Hauses Beschäftigungsmöglichkeiten und eine geregelte Tagesstruktur geboten werden. Diese Möglichkeiten sollen auch von Externen mitgenutzt werden können.

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