Dach der Kattenvenner Sporthalle
Nach 30 Jahren ein Sanierungsfall

Lienen-Kattenvenne -

30 Jahre nach ihrer Erbauung ist das Dach der Sporthalle an der Kattenvenner Grundschule ein Sanierungsfall. Und das nicht in erster Linie wegen Materialermüdung, sondern offenbar wegen Planungsfehler. Josef Ossege vom gleichnamigen Architektur und Ingenieurbüro aus Glandorf hat sich der Problematik angenommen und stellte dem Planungs- und Bauausschuss im die Mängel und ihre Folgen vor.

Mittwoch, 22.11.2017, 18:11 Uhr

Das Dach der 1987 erbauten Sporthalle an der Kattenvenner Grundschule ist stellenweise marode. Mitursächlich sind zu klein Dachrinnen und -anschlüsse vor allem im Bereich der markanten Dachreiter.
Das Dach der 1987 erbauten Sporthalle an der Kattenvenner Grundschule ist stellenweise marode. Mitursächlich sind zu klein Dachrinnen und -anschlüsse vor allem im Bereich der markanten Dachreiter. Foto: msc

Hauptursächlich für die festgestellten Schäden sind laut Ossegge, er hatte einige Detailaufnahmen dabei, unterdimensionierte Dachanschlüsse und Dachrinnen. „Wenn sich in den Rinnen dann auch noch Laub gesammelt hat, kann das Wasser nicht schnell genug weg und steigt unter die Pfannen in die Dachkonstruktion.“ Eine Hauptproblemzone sind nach seinen Erkenntnissen die Dachreiter. Eine erste Teilsanierung habe aber bereits gezeigt, dass das Problem in den Griff zu bekommen sei.

Im Zuge einer Dachsanierung, so Osseges Empfehlung, könnten die Dachreiter inklusive der Fenster vor Kopf aus energetischen Gründen gleich komplett erneuert werden. Der neue Dämmwert wäre dann dank verbesserter Materialien dreimal so gut wie bisher.

Auf die Dachreiter künftig zu verzichten, das sei aus statischen Gründen nicht möglich, da sich tragende Leimbinder durch sie hindurchziehen. Und die Fenster vor Kopf aus Kostengründen durch eine Konstruktion mit verzinkten Blechen zu ersetzen, so lautete ein Vorschlag aus dem Ausschuss, davon riet Ossege ebenfalls ab: „Egal, was sie dort vorhaben, es kostet auch Geld. Und so hoch ist das Einsparpotenzial an dieser Stelle auch nicht.“

So rechnet die Verwaltung mit Kosten von rund 250 000 Euro für die Sanierung, die nun in den Haushalt 2018 eingestellt werden sollen.

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