Gleisarbeiten im Raum Kattenvenne An der Bahnstrecke ist es laut

Lienen -

Bürgermeister Arne Strietelmeier hat es nicht gewusst. Auch Bauamts-Leiter Günter Glose hat die Bahn offenbar nichts gesagt. Viele Bürger haben es aber in den vergangenen Tagen wohl unangenehm zu spüren bekommen: An der Bahn­strecke zwischen Kattenvenne und Lengerich wird gearbeitet, und wenn eine automatische Warneinrichtung ihre Stimme erhebt, dann wird’s mächtig laut.

Von Sigmar Teuber
Es ist nicht zu übersehen: An der Bahnstrecke zwischen Kattenvenne und Lengerich wird gearbeitet. Anwohner fühlen sich nicht nur durch Baugeräusche, sondern vor allem durch die Sirene einer automatischen Warnanlage gestört, die zunächst ganztägig und seit Kurzem nur noch nachts ertönt.
Es ist nicht zu übersehen: An der Bahnstrecke zwischen Kattenvenne und Lengerich wird gearbeitet. Anwohner fühlen sich nicht nur durch Baugeräusche, sondern vor allem durch die Sirene einer automatischen Warnanlage gestört, die zunächst ganztägig und seit Kurzem nur noch nachts ertönt. Foto: Sigmar Teuber

Bürgermeister Arne Strietelmeier hat es nicht gewusst. Auch Bauamtsleiter Günter Glose hat die Bahn offenbar nichts gesagt. Viele Bürger haben es aber in den vergangenen Tagen wohl unangenehm zu spüren bekommen: An der Bahn­strecke zwischen Kattenvenne und Lengerich wird gearbeitet, und wenn eine automatische Warneinrichtung ihre Stimme erhebt, dann wird’s mächtig laut.

Ein Bahnsprecher bringt die Sache auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten auf den Punkt: „Zurzeit finden Gleisarbeiten zwischen Münster und Osnabrück statt. Aufgrund der Bauarbeiten ist auf dieser Strecke nur ein eingleisiger Betrieb möglich. Zur Sicherung der Mitarbeiter wird ein sogenanntes automatisches Warnsystem eingesetzt, um die Arbeiter mit Hilfe eines akustischen Signals vor herannahenden Zügen oder anderen Großmaschinen zu warnen“, sagt er. Ein Signal mit mehr als 100 Dezibel – irgendwo zwischen Rockkonzert, Motorsäge und China-Böller.

Die Anwohner, so der Bahnsprecher weiter, seien informiert worden. Tatsächlich existiert ein Schreiben folgenden Wortlautes: „In der Zeit vom 21. August um 22 Uhr bis 24. September um 6 Uhr müssen Gleisbauarbeiten zwischen Kattenvenne und Lengerich durchgeführt werden. Wegen des dichten Zugverkehrs am Tage muss auch in den Nächten gearbeitet werden. Die Bauarbeiten sind dringend notwendig und dienen der betriebssicheren Erhaltung der Schienenwege. Durch Gleisbauarbeiten kann es unter Umständen zu Lärmbelästigungen kommen. Wir sind allerdings bemüht, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Die (. . .) Maßnahme wurde beim zuständigen Umweltamt beantragt und genehmigt. Bei der zuständigen Polizeidienststelle liegen diese Informationen ebenfalls vor.“ Die Gemeinde zu informieren, hatte die Bahn offenbar versäumt, so Arne Strietelmeier.

Für die Anwohner, die Tag und Nacht nicht nur Baulärm, sondern vor allem auch das Getöse der Warnanlagen hinnehmen müssen, hat die Bahn nur einen schwachen Trost: „Die Gleisarbeiten sind voraussichtlich am 18. September um 5 Uhr abgeschlossen. Ab dem 11. September wird das automatische Warnsystem nur noch in den Nachtstunden eingesetzt.“

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