Bistum wirbt für „Gold-Handy-Aktion“ von „missio“ Als Christen anecken

Lengerich -

Die Firmung von Jugendlichen hat Weihbischof Dr. Christof Hegge in Lengerich genutzt, um mit Geschenken für das Hilfswerk „missio“ zu werben. Das hat die „Gold-Handy-Aktion“ initiiert.

Nach der Feier verteilte Weihbischof Hegge Geschenktüten an die Firmlinge. Darin steckte unter anderem ein Hinweis auf die „Gold-Handy-Aktion“ von „missio“.
Nach der Feier verteilte Weihbischof Hegge Geschenktüten an die Firmlinge. Darin steckte unter anderem ein Hinweis auf die „Gold-Handy-Aktion“ von „missio“. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Martin Fahl

„Durch die Firmung werdet ihr sozusagen mit Gott online geschaltet“, wandte sich Weihbischof Dr. Christof Hegge an die Jugendlichen, die er am Sonntag in der St.-Margareta-Kirche firmte. „Junge Menschen wollen hier als lebendige Bausteine der Kirche in der Kraft des Heiligen Geistes die Welt und die Kirche mitgestalten“, weiß Pfarrer Peter Kossen, dass viele Firmlinge jetzt schon in der Gemeinde aktiv mitarbeiten.

Mit Blick auf die Internationale Funkausstellung in Berlin (IFA) und die „Gold-Handy-Aktion“ des internationalen Hilfswerks „ missio “ hatte Pater Hans-Michael Hürter angeregt, die Firmlinge als Mitmacher zu gewinnen. Dafür gab es aus den Händen von Weihbischof Hegge nach der Feier Geschenktüten, die Hürter gemeinsam mit den Katecheten vorbereitet hatte. Zu dem Schlüsselanhänger mit der Zusage Gottes „Ich glaube an Dich – egal was auch passiert“ hatten sie eine Tafel „fair gehandelte“ Schokolade der „Aktion Schutzengel“, ein Armband mit der Aufschrift „Suche Frieden“, dem Leitwort des Katholikentags 2018 in Münster, und den Aufruf von „missio“ gepackt, mit einem ausrangierten Handy selber ein Zeichen zu setzen.

Allein in Deutschland verstauben geschätzte 100 Millionen ausgediente Handys in den Schubladen. „missio“ möchte helfen, diesen Schatz zu heben, weil mit den Geräten noch viel Gutes bewirkt werden könne. Jedes gesammelte Handy hilft zweifach: Die Rohstoffe der Handys werden recycelt, noch funktionsfähige Handys wiederverwertet. Für jedes abgegebene Handy erhält „missio“ bis zu einem Euro für Projekte in der Demokratischen Republik Kongo. Das Hilfswerk will mit seiner Aktion die dramatische Situation von Familien im Kongo in den Fokus rücken. Es ist eines der rohstoffreichsten Länder Afrikas, in dem seit 1994 ein blutiger Bürgerkrieg herrscht. Mit dem illegalen Verkauf von Konfliktmineralien wie Coltan und Gold, die auch in Handys eingesetzt werden, finanzieren die Rebellen ihren Krieg. Die „missio“-Aktion „Schutzengel“ setzt sich dafür ein, dass Handyhersteller zukünftig Rohstoffe aus zertifizierten Minen verwenden und Verbraucher in Deutschland fair und nachhaltig handeln. Der Erlös aus der Sammlung kommt zum Beispiel den Traumazentren im Osten der Demokratischen Republik Kongo zugute, in denen erfahrene Therapeuten den Opfern des Bürgerkriegs seelischen und medizinischen Beistand leisten.

An die Aktion schloss sich auch Hegges Predigt an. Glaube könne nicht nur eine günstigere Risikolebensversicherung durch Gott für den Menschen sein, der eigentlich erst einmal auf sich und seinen Vorteil ausgerichtet ist. Christ sein, heiße, genau das zu tun, was Gott will. Dadurch werde man anecken, wenn man für Frieden, Menschenrechte und Würde des Menschen intrete und sein eigenes Leben unter diesen Anspruch stelle – in der Firmung mit der Hilfe des Heiligen Geistes, machte Hegge den Jugendlichen deutlich.

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