Dual in den gehobenen Dienst Stadt setzt auf Nachwuchsförderung

Lengerich -

In den kommenden drei Jahren wird Sandra Wakengut zeitweise in de Stadtverwaltung Lengerich arbeiten, zeitweise an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Münster studieren. Mit dem dualen Studium holt sie sich das Rüstzeug für den gehobenen Dienst.

Von Dietlind Ellerich
Sandra Wakengut ist Inspektorenanwärterin in der Stadtverwaltung. Nach vier Arbeitstagen stehen für die 19-Jährige neun Monate Studium an.              
Sandra Wakengut ist Inspektorenanwärterin in der Stadtverwaltung. Nach vier Arbeitstagen stehen für die 19-Jährige neun Monate Studium an.               Foto: Dietlind Ellerich

Einrichten erstmal nicht, nur Hineinschnuppern in den Büroalltag. Lediglich vier Tage sitzt Sandra Wakengut an ihrem Schreibtisch in der Stadtverwaltung. Danach stehen für die 19-Jährige, die in diesem Jahr am Hannah-Arendt-Gymnasium ihr Abitur gebaut hat, neun Monate Studium an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Münster auf dem Programm.

Die Inspektorenanwärterin hat zum 1. September ein duales Studium begonnen, in dem sie das Rüstzeug für den gehobenen Dienst in der kommunalen Verwaltung von der Pike auf erlernt. Am Ende steht nach drei Jahren und bestandener Prüfung der Bachelor of Laws, danach eine Sachbearbeiterstelle, irgendwann einmal vielleicht die Fachdienstleistung und nicht zuletzt ein Beamtenverhältnis zunächst auf Widerruf, später auf Probe und, wenn alles gut läuft, auf Lebenszeit.

Nachdem die Stadtverwaltung lange Zeit keine offenen Stellen im gehobenen Dienst zu bieten hatte, steigt sie nun verstärkt in die weitere Planung ein. „Wir möchten selber vorsorgen und eigenes Personal heranziehen“, macht Gisela Zeppenfeld, stellvertretende Leiterin des Fachdienstes Zentrale Dienste, deutlich, dass die Lengericher Verwaltung für die Besetzung der Stellen ausscheidender oder wechselnder Mitarbeiter besser gewappnet sein möchte.

Sandra Wakengut freut sich auf ihre Ausbildung und darauf, das im Leistungskurs Sozialwissenschaften Gelernte in der kommunalen Praxis anwenden zu können. Zudem schätzt sie den Wechsel zwischen Theorie und Praxis in Fachhochschule und Behörde und die kollegiale Anbindung in den Praxisphasen.

Pflichtzeiten durchläuft sie in den Bereichen Sicherheit und Ordnung, Finanzen, Soziales und Personal unter dem Dach der Zentralen Dienste, die jeweils mit einer Prüfung abschließen, erklärt Zeppenfeld das Prozedere. Sie ist überzeugt, dass Wakengut nach drei Jahren bestens gerüstet ist für ihre Stelle in der Stadtverwaltung Lengerich.

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