Appell an die Bevölkerung
Wohnraum dringend gesucht

Laer -

Die Beschaffung von Wohnraum ist das größte Problem bei der Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Gemeinde Laer. Für die Mitarbeiter der Verwaltung und die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Bürger bedeutet die Suche nach Wohnungen eine große Herausforderung. Deswegen appellieren sie erneut an die Bevölkerung, Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Sonntag, 21.01.2018, 21:01 Uhr

Die Beschaffung von Wohnraum ist das größte Problem bei der Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Bürger bedeutet die Suche nach Wohnungen eine große Herausforderung, wie während der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Soziales, Senioren, Heimat und Kultur erneut deutlich wurde.„Mehrere Familien, die kürzlich ihre gesetzliche Anerkennung bekommen haben und langfristig hier bleiben dürfen, benötigen eine Unterkunft, ebenso wie einige allein stehende Personen“, teilte die zuständige Fachbereichsleiterin Anita Ueding mit.

Bisher ist es in Laer gelungen, alle Flüchtlinge und Asylbewerber in gemeindeeigenen oder angemieteten Wohnungen unterzubringen, was keineswegs selbstverständlich ist. Gemeinderat, Verwaltung und ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer wollen auch künftig eine „Ghettoisierung“ vermeiden und die Integration durch dezentrale Unterbringung fördern“, so der Konsens. Machbar ist dies allerdings nur durch Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Helfer appellieren dringend an die Bürger, Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Derzeit leben im Ewaldidorf 61 Asylbewerber aus 15 Nationen. Das sind acht Personen weniger als im November 2017. Die größten Gruppen bilden die Flüchtlinge aus Syrien (zwölf Personen) und dem Irak (zehn Personen). Nachweislich ausreisepflichtig sind zehn Personen. Wie viele Menschen ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten, ist unklar. Fest steht jetzt schon, dass die Zahl der Flüchtlinge wieder etwas ansteigen wird: „Wir rechnen Ende Februar mit neuen Zuweisungen“, künditge Anita Ueding an.

Insgesamt ziehen die ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer ein positives Fazit. Die vielfältigen Hilfsangebote zur Integration werden von den Asylbewerbern gut angenommen. Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags sei aber weiterhin notwendig. „Besonders wichtig ist der Sprachunterricht“, so Dr. Silke Landgrebe vom Orga-Kreis Flüchtlingsarbeit. Zudem benötigen viele Asylbewerber eine Beratung in rechtlichen Fragen.

Bert Schulte mahnte ein stärkeres Engagement der Ratsmitglieder bei der Beschaffung von Wohnraum für Flüchtlinge an: „Wir Ehrenamtlichen brauchen die Unterstützung des Rates“. Hintergrund seiner Kritik war der Beschluss des Rates, die Errichtung eines Hauses an der Hofstelle Lengers für vier Familien im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus zu verschieben.

„Das ist wirklich nur ein Missverständnis“, betonte Ausschussvorsitzender Dr. Reinhardt Nippert. Der Rat arbeite weder gegen die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer noch habe er den Sozialen Wohnungsbau aufgegeben: „Das Haus soll nur nicht mehr wie zunächst geplant in der Hofstelle Lengers errichtet werden, sondern im neu entstehenden Baugebiet.Wie Bürgermeister Peter Maier versicherte, sei der Aufschub durch die schwierige Finanzlage der Gemeinde bedingt: „Wir halten aber am Sozialen Wohnungsbau fest und planen dafür Grundstücke im neuen Baugebiet ein.“

Infos zum Thema Flüchtlingsbetreuung finden sich auf der Homepage des Orga-Kreises. Eine Möglichkeit zur Kommunikation zwischen Asylbewerbern und Bürgern bietet auch die Facebook-Seite „Laer verbindet“.

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