Bilanz nach dem Rosenmontags-Umzug
Besengarde macht klar Schiff

Ladbergen -

Eine gewisse Müdigkeit können Helmuth Gollan und seine Mitstreiter am Morgen danach nicht ganz verbergen. Aber es nützt ja nichts. Nach dem großen Bollerwagen-Umzug am Montag war gestern Aufräumen und Abbauen angesagt. „So dass man nachmittags den Eindruck hat, als sei nichts gewesen“, wie der Sprecher des Elferrats zu Protokoll gab.

Dienstag, 13.02.2018, 20:02 Uhr

Während viele Hundert Narren und Närrinnen einen gelungenen Bollerwagen-Umzug feierten, sorgten schwere Maschinen und Transporter (im Hintergrund) für die nötige Sicherheit. An fünf Stellen versperrten sie den Weg ins Dorf.
Während viele Hundert Narren und Närrinnen einen gelungenen Bollerwagen-Umzug feierten, sorgten schwere Maschinen und Transporter (im Hintergrund) für die nötige Sicherheit. An fünf Stellen versperrten sie den Weg ins Dorf. Foto: Mareike Stratmann

Nichts gewesen? Das kann man so nicht stehen lassen. Denn der närrische Lindwurm mit seinen 23 Gruppen und Vereinen hatte wieder einmal viele Hundert Menschen ins Dorf gelockt. Dorfsheriff Andreas Milfeit schätzte die Zahl der Narren und Närrinnen an den Straßenrändern bereits während des Umzugs auf 2500, Helmuth Gollan befand gestern: „Es waren auf jeden Fall noch mal mehr als sonst.“

Die wichtigste Erkenntnis für den ausrichtenden Elferrat: „Es ist friedlich geblieben.“ Und das nicht nur während des Umzugs, sondern auch in den Stunden danach, als gut und gerne 400 Jecken in der Sporthalle an der Jahnstraße die Rosenmontagsnacht zum Tag gemacht hatten. Auch Andreas Milfeit registrierte keine besonderen Vorkommnisse, sondern sprach vielmehr von einem „absolut friedlichen und schönen“ Karnevalstreiben im Heidedorf.

Dafür hatten die Organisatoren groß aufgefahren – und dieses aufgrund des entsprechenden Sicherheitskonzeptes auch tun müssen. Nicht nur, dass Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr wie in den Jahren zuvor die Zufahrtstraßen während des Umzugs für den Durchgangsverkehr sperrten. Dieses Jahr mussten erstmals auch schwere Fahrzeuge an fünf neuralgischen Stellen den Weg ins Dorf vollständig blockieren.

Traktoren, Bullis und andere Zugmaschinen gaben dem Zug einen sicheren Rahmen. Diesen Punkt der Auflagen zu erfüllen, befand Gollan als vergleichsweise „einfach“. „Jeder von uns kennt irgendwen, der uns die Fahrzeuge gerne zur Verfügung gestellt hat“, schickte er ein Dankeschön an die vielen helfenden Hände, die sich auf diese Weise, aber auch bei der Vorbereitung und Durchführung der Großveranstaltung sowie dem anschließenden Aufräumen engagierten.

Gestern Vormittag waren die Mitglieder des Elferrats mit Besen und Müllsäcken entlang der Wegstrecke unterwegs. Die Besengarde machte im Dorf und in der Sporthalle wieder klar Schiff – und war zwischendurch gedanklich auch schon bei der nächsten Auflage.

Dass diese stattfinden wird, daran ließ Helmuth Gollan angesichts des jüngsten Erfolgs keinen Zweifel. „Es war rappelvoll und ist bei allen gut angekommen“, fasste er seine Eindrücke vom Rosenmontag zusammen und versprach: „Ab September, Oktober gehen wir wieder in die Vollen.“ Die Eroberung des Rathauses am 11.11. wolle vorbereitet werden, nachdem man den Schlüssel jetzt ja wieder habe zurückgeben müssen.

Es war auf jeden Fall noch mehr los als in den Jahren zuvor.

Helmuth Gollan

Es war ein friedliches und schönes Karnevalstreiben.

Andreas Milfeit
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